Was ist Abendangst und wie kann man sie loswerden?

Was ist Abendangst und wie kann man sie loswerden?


Ist es Ihnen schon einmal passiert, dass es Ihnen tagsüber gut geht, aber sobald der Abend hereinbricht und sich alles beruhigt, beginnen sich die Gedanken zu vervielfachen? Ein Gefühl von Unruhe, Anspannung oder Unsicherheit kann genau dann auftreten, wenn der Körper Ruhe braucht.

Dieses Phänomen ist als Abendangst bekannt und kommt häufiger vor, als Sie vielleicht denken. Es tritt oft dann auf, wenn der Lärm des Tages nachlässt und der Geist endlich Raum hat, sich mit den Sorgen auseinanderzusetzen, die durch Verpflichtungen des Tages abgedeckt wurden.

Warum nimmt die Angst am Ende des Tages zu?
Tagsüber sind wir mit Arbeit, Familie, Telefonaten, Aufgaben und vielen anderen Reizen beschäftigt. Diese Aktivitäten halten das Gehirn konzentriert und lassen uns oft keine Zeit, über unsere Emotionen nachzudenken.

Aber wenn es Abend wird, verlangsamt sich alles. Stille und das Fehlen von Ablenkungen können dazu führen, dass die im Laufe des Tages gesammelten Gedanken an die Oberfläche kommen.

Wir fangen oft an zu denken:

„Habe ich heute alles richtig gemacht?“
„Was wird morgen passieren?“
„Werde ich alle Aufgaben meistern, die ich habe?“
Diese Gedanken können ein Spannungsgefühl hervorrufen, das das Schlafen erschwert.

Gehirnermüdung beeinflusst Emotionen
Am Ende des Tages ist das Gehirn müde und hat weniger Energie, Emotionen zu kontrollieren. Dinge, die morgens klein und überschaubar erscheinen, können abends viel größer erscheinen.

Akkumulierter Stress während des Tages, geistige Erschöpfung und mangelnde Ruhe können den Geist anfälliger für Sorgen machen.

Wie entsteht Abendangst?
Bei verschiedenen Menschen kann es auf unterschiedliche Weise auftreten. Einige verspüren möglicherweise nur ein inneres Unbehagen, während andere möglicherweise Folgendes haben:

Schwierigkeiten, sich zu beruhigen;
Gedanken, die sich immer wieder wiederholen;
Schlafstörungen;
das Gefühl, als würde der Geist nicht „abschalten“, obwohl der Körper müde ist.
Eine der häufigsten Schwierigkeiten besteht darin, dass die Gedanken umso häufiger zurückkommen können, je mehr wir versuchen, nicht zu denken.

Was können wir tun, um den Geist vor dem Schlafengehen zu beruhigen?
1. Erstellen Sie eine beruhigende Abendroutine
Körper und Geist brauchen Signale, dass der Tag zu Ende geht. Sie können helfen:

das Licht absenken;
eine warme Dusche;
ein Buch lesen;
ein warmer Tee;
ein paar Minuten Ruhe ohne Telefon.

2. Schreiben Sie die Gedanken auf, die Sie stören
Anstatt sie alle im Kopf zu behalten, können Sie sie in ein Notizbuch schreiben. Dies hilft oft dabei, das Gehirn davon abzuhalten, immer wieder dieselben Gedanken zu wiederholen.

3. Beschränken Sie Bildschirme vor dem Schlafengehen
Das Telefon, soziale Medien und viele Informationen vor dem Schlafengehen können das Gehirn aktiv halten. Eine Zeit der bildschirmfreien Ruhe kann dem Körper helfen, sich auf die Ruhe vorzubereiten.

4. Bewegung tagsüber hilft auch abends
Ein Spaziergang, leichte körperliche Aktivität oder Entspannungsübungen können dabei helfen, die tagsüber aufgebaute Anspannung abzubauen.

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