Bei einer Abstimmung in der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York ist es Deutschland nicht gelungen, sich für den Zeitraum 2027–2028 einen Sitz als nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat zu sichern.
In der geheimen Abstimmung konnten sich Österreich und Portugal die nötige Unterstützung sichern und die deutsche Kandidatur ausschließen. Um gewählt zu werden, war die Unterstützung von zwei Dritteln der 193 UN-Mitgliedsstaaten erforderlich.
Den offiziellen Ergebnissen zufolge erhielt Portugal 134 Stimmen, Österreich 131 Stimmen und Deutschland nur 104 Stimmen.
Die beiden Gewinnerländer werden die Gruppe der westeuropäischen Staaten im mächtigsten UN-Gremium vertreten, zu der zwei Länder gehörten und drei Kandidaten im Wettbewerb standen.
Diplomatischer Verlust für Berlin
Das Scheitern gilt als Schlag für die deutsche Diplomatie und die Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz, die darauf abzielte, Deutschlands Rolle auf der internationalen Bühne zu stärken.
Analysten in Deutschland schätzen, dass die deutsche Kandidatur aufgrund der Positionen Berlins zu verschiedenen internationalen Themen auf Widerstand in zahlreichen Ländern gestoßen ist.
Darunter werden die deutsche Politik gegenüber Israel, die Weigerung, einen palästinensischen Staat anzuerkennen, sowie die Haltung Deutschlands zu den Entwicklungen im Nahen Osten erwähnt.
Deutschland war sechsmal im Sicherheitsrat vertreten
Trotz dieses Ergebnisses gehört Deutschland weiterhin zu den Ländern mit mehreren Mandaten im UN-Sicherheitsrat, wo es sechsmal als nichtständiges Mitglied fungierte.
Die jüngste Abstimmung wird jedoch als klares Signal für die Herausforderungen gewertet, vor denen Berlin steht, wenn es darum geht, seinen diplomatischen Einfluss auf der globalen Bühne auszubauen.
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