Deutschland wird ab 2028 eine Steuer auf zuckerhaltige Erfrischungsgetränke einführen, als Teil eines neuen, von der Regierung genehmigten Pakets von Gesundheitsreformen, die darauf abzielen, Fettleibigkeit zu bekämpfen und den Druck auf das Gesundheitssystem zu verringern.
Die Einnahmen aus dieser Steuer, die auf rund 450 Millionen Euro geschätzt werden, fließen direkt in das Gesundheitssystem und nicht in den Bundeshaushalt. Sie werden für Präventionsprogramme eingesetzt, darunter betriebliche Gesundheitsförderung und Initiativen, die sich an die gesamte Bevölkerung richten.
Die Einzelheiten der Steuer, einschließlich ihrer Höhe und ihrer Umsetzung, sind noch nicht endgültig festgelegt und werden noch diskutiert.
Der Vorschlag basiert auf der wachsenden Unterstützung der öffentlichen Meinung und der politischen Parteien in Deutschland für stärkere Maßnahmen gegen hohen Zuckerkonsum. Laut einer Forsa-Umfrage befürworten etwa 60 % der Bürger eine solche Steuer.
Der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Daniel Günther, der zu den Befürwortern der Maßnahme gehört, hatte zuvor erklärt, dass „überschüssiger Zucker krank macht“ und die Kosten für Wirtschaft und Gesundheitssystem erhöht.
Obwohl es zunächst Widerstand einiger Vertreter der CDU gab, äußerten dann auch Abgeordnete dieser Partei sowie der Grünen und der Sozialdemokraten ihre Unterstützung.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation erheben weltweit bereits mehr als 100 Länder ähnliche Steuern auf zuckerhaltige Getränke, was in einigen Fällen zu einer Reduzierung des Konsums und zur Vorbeugung von Krankheiten wie Diabetes geführt hat.
/vizionplus.tv
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