Veröffentlicht am 6. November 2025
Freizeitreisen, die von Freunden und Familie gefördert werden, sind nach wie vor der Hauptmotivator für Europäer. Die Leute sagen, dass die Ermutigung, die sie von Familie und Freunden erhalten, so hoch ist wie nie zuvor. Europäische Familien pflegen ihre primären Freizeitaktivitäten rund um das Reisen. Dies wird auch durch das Angebot an kostengünstigen Reisen und den hohen Flugverkehr begünstigt. Das Ende der Sommerferien in Europa hat keinen Einfluss auf die Reiseabsicht. Tatsächlich verzeichnet der Flugverkehr in Europa im letzten Quartal des Jahres in den Herbstmonaten Oktober und November einen Anstieg. Berichten zufolge ist der Oktober der Monat, der das letzte Quartal einläutet und zugleich die Herbstperiode als beliebtester Reisemonat in ganz Europa darstellt.
Reisen außerhalb der Saison werden immer beliebter
Laut der USWNach neuesten Erkenntnissen planen 73 % der Europäer, zwischen Oktober 2025 und März 2026 zu reisen. Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben und signalisiert eine starke und beständige Reiselust, auch wenn die Jahreszeiten wechseln. Der Anstieg der Reisen außerhalb der Saison ist in Südeuropa besonders ausgeprägt, wobei das Interesse im Mittelmeerraum deutlich zunimmt. Darüber hinaus blicken 63 % der Europäer über ihre Heimatländer hinaus, was einem Anstieg der internationalen Reisen innerhalb Europas um 3 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Verschiebung deutet auf einen wachsenden Trend hin, dass Europäer in den Nebensaisonmonaten nach neuen und vielfältigen Reiseerlebnissen suchen.
Robuste Reisebudgets: Ein starker Fokus auf Reiseausgaben
Trotz finanzieller Unsicherheiten und globaler wirtschaftlicher Bedenken bleibt Reisen für die Europäer weiterhin eine der obersten Ausgabenprioritäten. Der Bericht zeigt, dass 82 % der Europäer ihre Reisebudgets beibehalten oder erhöhen, weit vor anderen Freizeitaktivitäten. Dies deutet darauf hin, dass die Europäer trotz finanzieller Engpässe entschlossen sind, Gelder für Reisen bereitzustellen, da sie diese als einen wesentlichen Teil ihres Lebensstils betrachten. Für diejenigen, die keine Reise planen, bleiben jedoch finanzielle Einschränkungen (36 %) und Zeitmangel (27 %) die größten Hindernisse.
Eine Verlagerung hin zu weniger, aber sinnvolleren Reisen
Eines der wichtigsten Ergebnisse des Berichts ist die Veränderung des Reiseverhaltens, insbesondere bei älteren Europäern. Während die Reiseabsichten insgesamt weiterhin hoch sind, ist die Zahl der geplanten Reisen zurückgegangen. Fast die Hälfte der Europäer (45 %) plant, in den nächsten sechs Monaten nur einen Urlaub zu machen, was einem Anstieg von sieben Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Nur 34 % gehen davon aus, zweimal zu reisen, und nur 16 % planen drei oder mehr Reisen, was einem Rückgang um sechs Punkte entspricht. Dieser Rückgang der Reisehäufigkeit deutet darauf hin, dass sich die Europäer auf weniger, aber sinnvollere Reisen konzentrieren und Qualität und Erlebnis Vorrang vor Quantität geben.
Die Daten zeigen, dass ältere Reisende, insbesondere im Alter zwischen 45 und 54 Jahren, die treibende Kraft hinter diesem Trend sind. Ältere Reisende bevorzugen im Vergleich zu jüngeren Erwachsenen auch eher eine einzelne, gut geplante Reise. Unter den über 55-Jährigen zieht es fast die Hälfte vor, nur einen Urlaub zu verbringen, ein starker Gegensatz zu etwa einem Drittel der jüngeren Erwachsenen mit derselben Präferenz. Dieser Wandel spiegelt einen Wandel in der Denkweise wider, wobei der Schwerpunkt auf unvergesslichen, immersiven Reiseerlebnissen statt auf der Häufigkeit des Reisens liegt.
Der Aufstieg des immersiven Reisens mit nur einem Reiseziel
Ein weiterer wichtiger Trend, der aus dem Bericht hervorgeht, ist die zunehmende Präferenz für Reisen mit nur einem Ziel. Etwa 60 % der Europäer planen, für die Dauer ihrer Reise an einem Reiseziel zu bleiben, was den Wunsch signalisiert, tiefer in einen bestimmten Ort einzutauchen. Diese Präferenz zeigt sich besonders deutlich bei Reisenden, die Städte (71 %) oder Sonne und Strand (68 %) genießen und sich lieber an einem Ort niederlassen, anstatt zwischen Regionen zu wechseln.
Diese wachsende Nachfrage nach immersiven Reiseerlebnissen spiegelt den Wunsch wider, tiefer mit der Kultur, den Menschen und dem Lebensstil eines Reiseziels in Kontakt zu treten. Bei Kultur- und Kulturreisenden (44 %) sowie Natur- und Outdoor-Enthusiasten (42 %) bleiben Reisen mit mehreren Reisezielen beliebt, da diese Art von Urlaub oft die Erkundung mehrerer Regionen innerhalb eines Landes erfordert. Unabhängig von der Art der Reise gibt es einen klaren Trend hin zu durchdachteren und bereichernden Reiseerlebnissen, die eine tiefere Verbindung mit dem gewählten Reiseziel fördern.
Die Rolle des Transportwesens: Flugreisen dominieren
Wenn es um Transport geht, bleibt das Flugzeug das bevorzugte Transportmittel der Europäer. Mit 57 % der Europäer, die sich für das Flugzeug entscheiden (+4 Punkte im Vergleich zum Vorjahr), ist es mit Abstand die beliebteste Art, Ziele zu erreichen, insbesondere bei internationalen Reisen. Allerdings bleibt das Reisen mit dem Auto eine starke zweite Wahl: 25 % der Europäer planen, mit dem Auto zu reisen, und eine kleine, aber wachsende Zahl (4 %) entscheidet sich für Elektrofahrzeuge. Für manche ist die Bahn zwar immer noch das wichtigste Transportmittel, spielt aber weiterhin eine untergeordnete Rolle (13 %).
Der Komfort und die Geschwindigkeit des Flugverkehrs sind besonders wichtig für Europäer, die Reisen nach Südeuropa planen, wo Ziele wie Spanien, Italien und Griechenland in der Nebensaison viele Touristen anziehen. Für diejenigen, die mehr lokale oder regionale Ziele erkunden möchten, bietet das Autoreisen Flexibilität, während umweltbewusste Reisende sich zunehmend für Elektrofahrzeuge als umweltfreundlichere Option entscheiden.
Südeuropa erlebt einen Anstieg der Reisen außerhalb der Saison
Südeuropa hat sich zum herausragenden Reiseziel für Reisen außerhalb der Saison entwickelt: 52 % der Europäer planen, zwischen Oktober und März die Mittelmeerregion zu besuchen, was einem Anstieg von sieben Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Den stärksten Zuwachs an Beliebtheit verzeichnete Spanien mit einem Anstieg von 12 % bei den Reisenden, die das Land bereisten, gefolgt von Italien und Frankreich, die beide weiterhin viele Besucher anziehen. Dieser Anstieg der Nachfrage nach Südeuropa spiegelt den Reiz des milden Winterwetters, der wunderschönen Landschaften und der Erschwinglichkeit wider und macht es zu einem idealen Reiseziel für europäische Reisende, die in den kälteren Monaten Wärme und Komfort suchen.
Im Gegensatz dazu ist in Osteuropa ein Rückgang des Interesses zu verzeichnen: Nur 4 % der Reisenden planen einen Besuch in der Region, was einem deutlichen Rückgang um sechs Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Verschiebung deutet auf eine umfassendere Anpassung des Reiseverhaltens hin, da sich mehr Europäer für Reiseziele entscheiden, die in den Nebensaisonmonaten sowohl ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis als auch angenehmes Wetter bieten.
Ein ausgewogener Ansatz: ikonische Reiseziele vs. versteckte Schätze
Reiseentscheidungen werden nach wie vor von einer Vielzahl von Faktoren geprägt. Sicherheit bleibt für 20 % der Europäer das wichtigste Kriterium, während angenehmes und stabiles Wetter an Bedeutung gewonnen hat und seit letztem Jahr um drei Prozentpunkte gestiegen ist. Darüber hinaus werden attraktive Angebote und Reiseziele mit niedrigeren Lebenshaltungskosten immer wichtiger und beeinflussen die Reisewahl der Europäer.
Interessanterweise zeigt der Bericht auch ein Gleichgewicht zwischen Besuchen wichtiger Touristenziele und abseits der Touristenpfade gelegenen Orten. Die Hälfte der Europäer beabsichtigt, berühmte Touristen-Hotspots zu besuchen, während die andere Hälfte weniger bekannte Reiseziele aufsucht, die ein authentischeres, lokales Erlebnis bieten. Dieser Trend unterstreicht den Wandel hin zu einem vielfältigeren und durchdachteren Reiseansatz, bei dem Reisende sowohl die bekannten Sehenswürdigkeiten als auch die verborgenen Schätze Europas erkunden möchten.
Ein widerstandsfähiger Reisemarkt mit sich ändernden Präferenzen
Der jüngste Bericht der Europäischen Reisekommission sieht Optimismus in der Tourismusbranche der Region und berichtet von starken Reiseabsichten sowie einem wachsenden Interesse an Reisen außerhalb der Hauptverkehrszeiten. Südeuropa dürfte am meisten gewinnen, wobei Spanien, Italien und Frankreich in den Wintermonaten mit einem Anstieg der Besucherzahlen rechnen.
Da die Europäer immer mehr reisen, müssen Unternehmen in der Tourismusbranche die neuen Marktanforderungen verstehen und berücksichtigen. Angesichts des größeren Interesses an Erlebnisreisen, längerer Urlaubszeiten und eines weniger hektischen Reiseansatzes müssen die verschiedenen Komponenten der Branche – insbesondere Hotels und Fluggesellschaften – ihre Angebote neu ausrichten. Um die Marktfähigkeit weiterhin sicherzustellen, sind hochwertige, flexible Reisepakete erforderlich.

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