Israel hat eine weitere Welle von Luftangriffen auf den südlichen Stadtrand von Beirut gestartet, nachdem das israelische Militär am Sonntag zuvor Angriffe der Hisbollah auf sein Territorium im Norden gemeldet hatte.
Die israelischen Streitkräfte sagten, sie hätten „Terrorziele der Hisbollah“ im Gebiet Dahiyeh, der wichtigsten Hochburg der militanten Gruppe in der libanesischen Hauptstadt, angegriffen.
Aufnahmen vom Tatort zeigen erhebliche Schäden an einem Wohngebäude, während Anwohner in der Nähe des betroffenen Gebiets versammelt sind.
Der Angriff erfolgt nur eine Woche nach früheren israelischen Bombenanschlägen in Beirut. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte gewarnt, dass Israel auf jeden Angriff reagieren werde, der israelisches Territorium oder israelische Gemeinden betreffe.
Trotz internationaler Bemühungen, die Spannungen abzubauen, bleibt die Situation fragil. Anfang dieses Monats haben die USA ein Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und dem Libanon ausgehandelt, in dem sich Israel verpflichtete, Beirut nicht anzugreifen, es sei denn, die Hisbollah greife israelische Zivilisten an. Die libanesische Gruppe lehnte dieses Abkommen jedoch ab.
Bei den jüngsten Bombenanschlägen handelt es sich um den vierten Angriff Israels auf Beirut seit Inkrafttreten des Waffenstillstands im April, was die Befürchtung einer erneuten Eskalation des Konflikts in der Region schürt.
Die Entwicklungen kommen auch zu einem heiklen Zeitpunkt für die Beziehungen zwischen Israel und Iran, da frühere Anschläge in Beirut heftige Reaktionen aus Teheran ausgelöst und diplomatische Bemühungen zum Abbau der Spannungen im Nahen Osten gefährdet hatten.
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