Auf der koreanischen Halbinsel nehmen neue Spannungen zu, da Nordkorea mehrere ballistische Raketen abgefeuert hat, was in Südkorea und Japan für Besorgnis sorgt.
Nach Angaben des südkoreanischen Militärs wurden am frühen Morgen mehrere Kurzstreckenraketen unbekannten Typs entdeckt, die vom Wonsan-Gebiet aus in Richtung Ostmeer starteten und dabei eine Flugstrecke von etwa 240 Kilometern zurücklegten. Wenige Stunden später folgte ein weiterer Abflug in die gleiche Richtung.
Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass am Vortag ein weiteres „unidentifiziertes Projektil“ von Pjöngjang aus abgefeuert worden sei.
Die japanische Küstenwache ihrerseits meldete, dass ein Objekt entdeckt worden sei, bei dem es sich vermutlich um eine ballistische Rakete handele, und forderte die Schiffe auf, wachsam zu bleiben und alle herabfallenden Trümmer zu melden.
Die Entwicklungen erfolgen in einer Zeit hoher Spannungen, kurz nachdem Seoul sich im Januar für die Entsendung von Drohnen nach Nordkorea entschuldigt hatte, was heftige Reaktionen in Pjöngjang hervorgerufen hatte.
Das Nationale Sicherheitsbüro des südkoreanischen Präsidenten hielt eine Dringlichkeitssitzung ab und ordnete erhöhte Wachsamkeit an, insbesondere angesichts der Entwicklungen im Nahen Osten.
Sie forderte Nordkorea außerdem auf, die Starts sofort zu stoppen, und nannte sie „provokative Aktionen“, die gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verstoßen.
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