Kroatien erhöht den Mindestlohn – Vizion Plus

Kroatien erhöht den Mindestlohn – Vizion Plus


Die kroatische Regierung hat eine neue Verordnung verabschiedet, die den Mindestlohn des Landes für 2026 auf 1.050 Euro brutto pro Monat festlegt. Diese Entscheidung stellt eine Erhöhung um 80 € im Vergleich zum Mindestlohn von 2025 dar. Nach Angaben der Regierung spiegelt diese Änderung das anhaltende Wirtschaftswachstum, die Ausweitung der Beschäftigung und den stetigen Anstieg der Durchschnittslöhne in Kroatien wider.

Seit 2016, als der Mindestbruttolohn 414 Euro betrug, ist der Betrag um 153 % gestiegen. Besonders deutlich war der Anstieg in den letzten drei Jahren, als der Mindestlohn um 50 % von 700 Euro auf 1.050 Euro brutto angehoben wurde.

„Wir gehen davon aus, dass der angemessene Betrag für den Brutto-Mindestlohn im Jahr 2026 1.050 Euro beträgt. Das bedeutet, dass sich der Brutto-Mindestlohn ab 2016, unserer ersten Amtszeit, bis 2026 um 153 Prozent erhöht hat“, betonte die Regierung.

Nach Angaben von Beamten steht der neue Tarif im Einklang mit dem umfassenderen Ziel Kroatiens, den Abstand zu anderen mittel- und osteuropäischen Staaten zu verringern, die der EU früher beigetreten sind.

Die neuesten Daten des kroatischen Statistikamtes zeigen, dass das durchschnittliche Nettomonatsgehalt im August 1.446 Euro betrug, was einem Anstieg von nominal 9,2 % und real von 4,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.

Mit dem aktuellen Mindestlohn von 970 Euro brutto liegt Kroatien bei 75 % des EU-Durchschnitts für Mindestlöhne, bei künftigen Erhöhungen wird erwartet, dass es diesem Standard noch näher kommt.

Die Regierung hat betont, dass die Entscheidung die Bedürfnisse von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in Einklang bringt. Während die Erhöhung darauf abzielt, den Lebensstandard derjenigen zu verbessern, die weniger verdienen, werden auch Maßnahmen ergriffen, um Unternehmen zu unterstützen, die von höheren Kosten betroffen sind.

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