Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, betonte in einer Erklärung, dass nach wochenlangen Militäreinsätzen und einer hohen humanitären Belastung im Nahen Osten „klar ist, dass es keine militärische Lösung für den aktuellen Konflikt gibt“ und betonte, dass die Fortsetzung des diplomatischen Weges die einzig realistische Aussicht auf eine Deeskalation sei.
In der von seinem Sprecher Stephane Dujarric in New York verlesenen Erklärung stellte der Generalsekretär fest, dass bei den von Pakistan zwischen den USA und dem Iran organisierten Gesprächen zwar „keine Einigung erzielt“ wurde, „die Gespräche selbst jedoch die Ernsthaftigkeit des Engagements beider Seiten unterstrichen“ und „einen positiven und wesentlichen Schritt zur Erneuerung des Dialogs“ darstellten.
Er betonte, dass eine Einigung aufgrund „tiefer Differenzen“ „nicht über Nacht erzielt werden könne“ und forderte, die Gespräche „konstruktiv fortzusetzen, um zu einer Einigung zu gelangen“.
Besonderer Wert wurde auch auf die Wahrung des Waffenstillstands gelegt, wobei der Generalsekretär mahnte, dass „der Waffenstillstand vollständig gewahrt bleiben muss“ und dass „alle Verstöße aufhören müssen“.
Gleichzeitig bedankte er sich bei den Vermittlern und nannte Pakistan als Gastgeber der Gespräche sowie Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei. Er wies darauf hin, dass ihre Bemühungen weiterhin von entscheidender Bedeutung seien, und forderte die internationale Gemeinschaft auf, „diese Bemühungen zu unterstützen“.
Bezüglich der Sicherheit der Schifffahrt betonte der Generalsekretär, dass „alle Konfliktparteien die Freiheit der Schifffahrt, auch in der Straße von Hormus, im Einklang mit dem Völkerrecht respektieren müssen“.
Er erklärte, dass etwa 20.000 Seeleute aufgrund des Konflikts gestrandet seien und weiterhin „auf Schiffen festsitzen und von Tag zu Tag mit zunehmenden Schwierigkeiten konfrontiert sind“.
Die Vereinten Nationen warnen außerdem davor, dass Störungen des Seehandels durch die Straße von Hormus „direkte Auswirkungen über die Region hinaus haben“ und „zu einer zunehmenden globalen wirtschaftlichen Fragilität und Unsicherheit in vielen Sektoren“ führen.
Besonderes Augenmerk wurde auch auf die Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit gelegt, da Unterbrechungen bei der Versorgung mit Düngemitteln und Rohstoffen „die Ernährungsunsicherheit für Millionen gefährdeter Menschen weiter verschärfen“ und gleichzeitig den Druck auf die Lebenshaltungskosten aufgrund von Auswirkungen „auf Treibstoff, Transport und Lieferketten“ erhöhen.
In diesem Zusammenhang setzt der Exekutivdirektor des Büros der Vereinten Nationen für Projektdienste, Jorge Moreira da Silva, in Zusammenarbeit mit der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung, der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation und der Internationalen Handelskammer die „intensiven Kontakte“ zur Gestaltung und operativen Aktivierung des angekündigten Mechanismus fort.
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