Das Abkommen zwischen den USA und Iran nimmt Gestalt an, die Unterzeichnung des Memorandums wird erwartet

Das Abkommen zwischen den USA und Iran nimmt Gestalt an, die Unterzeichnung des Memorandums wird erwartet


Die Vereinigten Staaten und der Iran stehen möglicherweise am Rande einer wichtigen diplomatischen Entwicklung, da laut dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi in den kommenden Tagen eine Fernunterzeichnung einer Absichtserklärung zwischen den beiden Ländern ohne formelle Zeremonie in Genf erwartet wird.

Araghchi erklärte, dass die Parteien sich über die meisten Fragen geeinigt hätten, während der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, bestätigte, dass für die meisten Verhandlungen ein gemeinsames Verständnis bestehe.

Die Spannungen bleiben jedoch bestehen, da Donald Trump die iranischen Medien für die Art und Weise kritisiert, wie sie die Bedingungen des Abkommens präsentiert haben.

60-tägiger Waffenstillstand und Veränderungen in der Straße von Hormus

Der Abkommensentwurf sieht einen Zeitraum von 60 Tagen für technische Verhandlungen und eine sofortige Einstellung der Feindseligkeiten an mehreren Fronten, darunter auch im Libanon, vor. Dazu gehört auch das Ende der US-Seeblockade und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus.

Laut Araghchi wird der Iran nicht zum bisherigen Modell der Verwaltung der Seeüberquerung zurückkehren, sondern es wird erwartet, dass er „Servicegebühren“ für Schiffe erhebt, die diesen strategischen Korridor nutzen, basierend auf einer gemeinsamen Erklärung mit Oman.

In Washington hat Vizepräsident JD Vance das Abkommen verteidigt und argumentiert, dass es amerikanische Interessen garantiere und wirtschaftliche Stabilität in die Region bringen könne, wenn Teheran seinen Verpflichtungen nachkomme.

Eines der umstrittensten Themen bleibt das iranische Atomprogramm. Teheran schlägt vor, seine Bestände an 60 % angereichertem Uran auf Werte unter 5 % zu verdünnen, während Washington die vollständige Beseitigung dieser Bestände fordert.

Berichten zufolge wurde der Entwurf vom Obersten Führer Irans und dem Nationalen Sicherheitsrat genehmigt, es wird jedoch erwartet, dass die Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen während der 60-Tage-Frist fortgesetzt werden. Unterdessen verfolgt Israel die Entwicklungen aufmerksam.

Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gab bekannt, dass er ein Telefongespräch mit Donald Trump geführt habe, der ihm versicherte, dass Beschränkungen des iranischen Atomprogramms eine nicht verhandelbare Bedingung eines endgültigen Abkommens seien.

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