Müller verrät, was er von München vermisst

Müller verrät, was er von München vermisst


Vereinsikone Tomas Müller hat in einem Interview über seinen Abschied vom FC Bayern München im letzten Sommer und seinen Wechsel zum MLS-Klub Vancouver nachgedacht.

„Trotz meiner veränderten Rolle beim FC Bayern habe ich mich sehr wohl gefühlt, es hat mir sehr viel Spaß gemacht, Teil dieser Mannschaft zu sein und ich hätte gerne im Frühjahr weitergemacht. Rückblickend kann ich aber sagen, dass mich das Abenteuer in Vancouver als Fußballer emotionaler geprägt hat als eine halbe Saison beim FC Bayern als Ersatzspieler“, sagte der Weltmeister. Myler genießt in Vancouver die Verantwortung „für das Team auf dem Spielfeld“.

„Ich habe mich am Ende in München ein bisschen mangelhaft gefühlt“, gab er ehrlich zu und schilderte seine Gefühle. Unter Trainer Kompany war der Stürmer zuletzt auf die Ersatzrolle verbannt worden. Myler stellte jedoch klar, dass die Trennung „einvernehmlich“ verlief.

„Ich möchte keine einzige Sekunde meiner Zeit beim FC Bayern verschwenden. Nirgendwo sonst steckt man als Nationalspieler in München in einem solchen „Drucktopf“ der Aufmerksamkeit. Das habe ich in guten wie in schlechten Zeiten ungemein genossen“, sagte Müller, der rund 25 Jahre lang für den Deutschen Meister spielte. Was die Zukunft nach seiner Spielerkarriere angeht, weiß Tomas Myler noch nicht, was ihn erwartet.

„Mein Plan ist es, Fußball zu spielen – und dann herauszufinden, was mir fehlt“, erklärte er. „Um das besser zu verstehen, wäre es vielleicht interessant, andere Bereiche zu erkunden, Sportmanagement zu studieren oder eine Trainerlizenz zu machen, ich weiß es nicht.“ Er wolle „alle Türen offen lassen und nichts ausschließen“, betonte Myler.

„Aber leider weiß ich jetzt, dass das Gefühl, am Wochenende in einem vollen Stadion ein Tor zu schießen oder über das Schicksal eines Spiels zu entscheiden, das schönste bleiben wird. Intensiver geht es im Leben nicht. Ich habe noch nie einen ehemaligen Fußballprofi getroffen, der gesagt hätte: ‚Die Arbeit im Büro ist jetzt so viel schöner!‘“

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