Sechs Tage nach schweren Erdbeben in Venezuela ist ein dreijähriger Junge lebend aus den Trümmern geborgen worden. Das Rettungsteam aus Jordanien bestätigte, dass das als Klieber Morán identifizierte Kind unter den Trümmern im Bundesstaat La Guaira gefunden und sofort ins Krankenhaus gebracht wurde, wo es sich in einem stabilen Zustand befindet.
Der Interimspräsident Delcy Rodríguez bezeichnete seine Rettung als „Quelle der Hoffnung für unser Volk“, während die Behörden betonten, dass die Such- und Rettungsaktionen fortgesetzt werden, obwohl seit der Katastrophe mehr als sechs Tage vergangen sind.
Die Opferbilanz hat sich deutlich erhöht. Bisher gibt es 1.943 Tote, über 10.000 Verletzte und Zehntausende Menschen werden noch vermisst. Die Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 haben große Schäden verursacht, während nach vorläufigen Schätzungen rund 58.870 Gebäude beschädigt oder zerstört wurden.
La Guaira bleibt eines der am stärksten betroffenen Gebiete, in dem der Mangel an Nahrungsmitteln, Wasser und Unterkünften kritisch geworden ist. Nach Angaben der Vereinten Nationen benötigen Tausende Familien dringend humanitäre Hilfe, während Störungen der Grundversorgung und der Kommunikation die Rettungseinsätze behindert haben.
Die Weltgesundheitsorganisation warnte, dass das Gesundheitssystem unter extremem Druck stehe und aufgrund der geringen Durchimpfungsrate die Gefahr der Ausbreitung von Infektionskrankheiten bestehe.
Unterdessen setzen Rettungsteams aus Jordanien, den USA, Mexiko und Dutzenden anderen Ländern die Suche mit ausgebildeten Hunden und Spezialausrüstung fort, in der Hoffnung, weitere Überlebende zu finden. Auch die erste humanitäre Hilfe der UN ist im Land eingetroffen, darunter medizinische Notfallausrüstung und Materialien für provisorische Unterkünfte.
Während die Operationen weitergehen, haben viele Familien mit Beerdigungszeremonien für identifizierte Opfer begonnen, während andere immer noch auf die Nachricht von ihren vermissten Angehörigen warten. Die Rettung des Kleinkindes Klieber Morán hat die Hoffnung wiederhergestellt, dass es auch nach Tagen unter den Trümmern noch Überlebende geben könnte.
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