Erdbebensteuer: Was passiert, wenn Bürger sich weigern, sie zu zahlen?

Erdbebensteuer: Was passiert, wenn Bürger sich weigern, sie zu zahlen?


Artur Ribaj, ehemaliger Direktor des Versicherungsmarktes bei AMF, ist der Meinung, dass eine Erdbebenversicherung nicht obligatorisch sein sollte. In einem Interview in der Sendung E-ZONE sagte Ribaj, dass es nur wenige Länder gebe, in denen diese Versicherung vorgeschrieben sei.

„Dieses Modell, das uns vorgestellt wurde, ist keine europäische Praxis. Die Regierung selbst hat auf das türkische Modell verwiesen, während es in der EU nur wenige Länder gibt, die eine obligatorische Wohnraumversicherung haben. Ich unterstütze den freien Markt, der auf klaren Regeln und Wettbewerb basiert. Deshalb sollten wir diesen Service freiwillig lassen“, sagte Ribaj auf Vizion Plus

Nach dem tragischen Erdbeben im Jahr 2019 wurde eine obligatorische Erdbebenversicherung eingeführt.

Auch heute noch ist der Wiederaufbauprozess nicht abgeschlossen. Der Finanzminister hat öffentlich erklärt, dass die Versicherungsprämie für jede Familie erschwinglich sein wird. Diese Prämie wurde nicht genehmigt, man geht aber davon aus, dass sie zwischen 25 und 30 Euro pro Jahr schwanken kann. Die Regierung prognostiziert, dass diejenigen, die sich weigern, Wohnraum bereitzustellen, keine öffentlichen Dienstleistungen erhalten

„Diese Initiative läuft Gefahr, zu einer weiteren Steuer in den Taschen der Bürger zu führen. Da sie in dieser Form, wie sie modelliert wird, als verkürzt und nicht fair angesehen wird. Die Prämie, die erhoben wird, basiert nicht auf echten Studien, auf Risikoanalysen, es wird also eine weitere Steuer sein. Vor allem bezweifle ich ihre Umsetzung im ganzen Land“, erklärte Ribaj

Das Finanzministerium hat den Entwurf zur Pflichtversicherung fertiggestellt. Im letzten Entwurf ist auch eine Hochwasserversicherung enthalten. Es bleibt jedoch abzuwarten, welche Variante die Regierung genehmigen wird./vizionplus.tv

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