Die Ukraine und Moldawien beginnen offiziell Verhandlungen über eine EU-Mitgliedschaft

Die Ukraine und Moldawien beginnen offiziell Verhandlungen über eine EU-Mitgliedschaft


Die Ukraine und Moldawien werden am Montag einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Beitritt zur Europäischen Union machen und offiziell die erste Phase der Beitrittsverhandlungen einleiten.

Das Treffen zwischen hochrangigen EU-Beamten und Vertretern beider Länder findet in Luxemburg statt und markiert den Beginn wichtiger Verhandlungen für die europäische Integration von Kiew und Chisinau.

Der Prozess findet nach einer Zeit des politischen Stillstands statt, da Ungarn die Eröffnung der ersten Verhandlungskapitel blockiert hatte. Nach den politischen Veränderungen in Budapest einigten sich die EU-Mitgliedsstaaten jedoch letzte Woche einstimmig darauf, den „ersten Cluster“ zu eröffnen, der Fragen im Zusammenhang mit Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Institutionen umfasst.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, begrüßten die Fortschritte der Ukraine und Moldawiens bei der Umsetzung von Reformen und nannten die EU-Erweiterung eine „strategische Entscheidung“.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seinerseits betrachtete die Aufnahme der Verhandlungen als eine wichtige politische und moralische Unterstützung für die Ukraine in einer Zeit, in der das Land weiterhin mit russischer Aggression konfrontiert ist.

Trotz der Fortschritte schätzen europäische Beamte, dass die Ukraine im Bereich der Reformen noch viel Arbeit vor sich hat, insbesondere im Kampf gegen Korruption und der Stärkung der Unabhängigkeit des Justizsystems.

Erweiterungsexperten zufolge markiert die Eröffnung des ersten Clusters den eigentlichen Beginn des Beitrittsprozesses, der mehrere Jahre dauern kann und der einstimmigen Zustimmung aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union bedarf.

Diese Entwicklung gilt als historischer Moment für die Ukraine und Moldawien, die 2022 den Status von Kandidatenländern erhielten, kurz nachdem Russland eine umfassende Invasion der Ukraine gestartet hatte.

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