Nach Angaben der Finanzaufsichtsbehörde (AMF) wurde das Portfolio der Anleihen mit Privatangebot, berechnet als ausgegebener und noch nicht zurückgezahlter Wert, erreicht 39,1 Milliarden ALLE oder bereit 404 Millionen Euro. Allein im letzten Jahr stieg der Wert des Anleihenportfolios um ALLE 10,7 Milliarden oder 38 %.
Rechtlich gesehen können Privatanleihen von Aktiengesellschaften ausgegeben und institutionellen Anlegern sowie einer Anzahl von bis zu 100 Privatpersonen zum Verkauf angeboten werden. In Albanien wurden sie seit Ende 2011 eingesetzt und die wichtigsten Emittenten waren Banken und Finanzinstitute. Käufer dieser Instrumente waren in der Regel Privatpersonen, es gab aber auch Unternehmen oder institutionelle Anleger wie Versicherungen oder Investmentfonds.
Nach Angaben der AMF gibt es derzeit 12 aktive Emittenten privater Angebotsanleihen auf dem Markt, davon 7 Banken, 3 Nichtbanken-Finanzinstitute und 2 kommerzielle Unternehmen. Im Laufe des Jahres 2025 hat die Behörde 10 Act-Offerten von vier Emissionsbanken registriert, die weiterhin die häufigsten Emittenten im Hinblick auf das regulatorische Kapital waren.
Banken haben diese Instrumente insbesondere im Hinblick auf die Notwendigkeit, das regulatorische Kapital zu erhöhen, eingesetzt. Verordnung“Zur Kapitaladäquanz„Erkennt nachrangige Schuldtitel als Teil des regulatorischen Kapitals der Banken an, und zwar bis zu einem Drittel des Gesamtwerts des regulatorischen Kapitals.
Dieser Einsatz hat insbesondere nach 2019 zugenommen, als mit der Anwendung makroprudenzieller Kapitalzuführungen begonnen wurde. Mittlerweile müssen auch die fünf größten Banken die Mindestanforderungen der Verordnung an regulatorische Kapitalinstrumente und akzeptierte Verbindlichkeiten (MREL) erfüllen. Diese Regelung war Teil des Rechtsrahmens für außerordentliche Interventionen und verpflichtet Banken, regulatorische Kapitalinstrumente oder übernommene Verbindlichkeiten zu halten, um die Verlustabsorption und die Wiederherstellung der Kapitaladäquanzquote zu ermöglichen.
Die beiden oben genannten Anpassungen förderten die stärkere Nutzung nachrangiger Schuldinstrumente durch Banken als Alternative zu neuen Kapitalzuführungen.
Der Einsatz nachrangiger Schuldtitel ist auch ein Mechanismus, der Spielraum für die Ausschüttung von Dividenden an die Aktionäre schafft, gerade weil ein Teil des regulatorischen Kapitalbedarfs durch diese Schuldtitel gedeckt wird.
Vereinzelt haben auch Unternehmen außerhalb des Finanzsektors die Emission von Anleihen als alternative Form der Kreditaufnahme genutzt. Entnommen von Monitor.al
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