Haushalt 2025/ Die interne Kreditaufnahme der Regierung bleibt auf dem Niveau von 50 Milliarden ALL

Haushalt 2025/ Die interne Kreditaufnahme der Regierung bleibt auf dem Niveau von 50 Milliarden ALL


Die albanische Regierung plant, die Kreditaufnahme auf dem internen Finanzmarkt auch im nächsten Jahr auf ungefährem Niveau zu halten. Dem Haushaltsentwurf für 2025 zufolge beträgt der Gesamtwert der neuen Kredite, die auf dem Inlandsmarkt finanziert werden sollen, 50 Milliarden ALL, also der gleiche Wert wie im diesjährigen Haushalt vorgesehen.

Nach Angaben des Finanzministeriums hat die interne Nettoverschuldung (neu ausgegebene Schulden abzüglich fälliger Schulden) bis zum Ende des 9. Monats dieses Jahres den Wert von rund 37 Milliarden ALL erreicht. Der gesamte Anstieg der Kreditaufnahme wurde in langfristigen Schuldtiteln (Anleihen) realisiert, während die kurzfristigen Schulden in Staatsanleihen zurückgegangen sind.

Falls die Kreditaufnahme zu den geschätzten Werten realisiert wird, wird erwartet, dass im letzten Quartal des Jahres die Differenz von etwa 13 Milliarden Lek zum geschätzten zusätzlichen Wert der internen Kreditaufnahme finanziert wird. Am Ende des 9. Monats wies der Haushaltssaldo jedoch einen reichlichen Überschuss auf, der den höchsten historischen Wert von fast 69 Milliarden ALL erreichte. Sollten die Ausgaben auch für das letzte Quartal des Jahres gemäß den Prognosen nicht vollständig realisiert werden, ist nicht ausgeschlossen, dass das Defizit und die realisierte Kreditaufnahme nach unten korrigiert werden.

Für 2025 hat die Regierung einen erneuten Einstieg in die internationalen Märkte zur Ausgabe eines neuen Eurobonds geplant. Laut Haushaltsentwurf wird der Wert der Emission im nächsten Jahr voraussichtlich etwa 650 Millionen Euro betragen. Hierbei handelt es sich jedoch um einen Richtwert, und je nach Marktbedingungen ist eine Emission von noch größerem Wert nicht ausgeschlossen.

Der neue Eurobond soll teilweise zur Refinanzierung des 2018 begebenen und im nächsten Jahr fälligen Eurobonds dienen. Die albanische Regierung versuchte im vergangenen Herbst, diesen Eurobond im Wert von 250 Millionen Euro teilweise zurückzukaufen. Allerdings war das Interesse der Anleger, die Anleihe vor Fälligkeit zu verkaufen, nicht sehr groß und schließlich wurde das Rückkaufangebot mit der Rückzahlung eines Gesamtbetrags von 133,3 Millionen Euro abgeschlossen. Der verbleibende Teil des 7-jährigen Eurobonds von 2018 in Höhe von 366,7 Millionen Euro wird bei Fälligkeit im Oktober nächsten Jahres refinanziert.

Neben dem Eurobond sieht die Regierung auch langfristige Auslandskredite für Sonderprojekte in Höhe von rund 26 Milliarden ALL und Kredite zur Budgethilfe internationaler Institutionen in Höhe von rund 18,5 Milliarden ALL vor.

Allerdings wird der überwiegende Teil der Auslandskredite im nächsten Jahr der Tilgung bestehender Verpflichtungen dienen. Es sind Tilgungen des Kapitals der Auslandsschulden im Gesamtwert von 103 Milliarden ALL vorgesehen.

Der Nettoanstieg der Auslandskredite wird voraussichtlich nur 8,2 Milliarden Lek (rund 84 Millionen Euro) betragen./Monitor

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