Zum ersten Mal im Energiesektor übersteigt die installierte Kapazität privater Erzeuger die öffentliche. Historisch gesehen lag die Albanian Power Corporation (KESH) hinsichtlich der Kapazität an der Spitze, was vor allem auf die Drin-Kaskade zurückzuführen ist. Doch die Beschleunigung privater Investitionen, insbesondere in Photovoltaikprojekte, hat im Jahr 2024 den Unterschied gemacht.
Nach offiziellen Angaben der Energieregulierungsbehörde (ERE) betrug die gesamte im Land installierte Stromerzeugungskapazität bis zum 31. Dezember 2024 etwa 3.213 MW, was einem Anstieg von 537 MW gegenüber 2023 entspricht. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die Hinzufügung erneuerbarer Energiequellen, insbesondere Photovoltaik, zurückzuführen.
Produktionskapazität von KESH sh.a. beträgt 1.000.563 MW, was etwa 48,6 % der gesamten installierten Leistung entspricht, während andere private Erzeuger eine Kapazität von 1.000.650 MW oder etwa 51,4 % haben. Zum Vergleich: Im Jahr 2023 verfügte KESH über 1.000.448 MW oder etwa 56 % der Gesamtkapazität, während die privaten Anlagen über 1.000.183 MW oder 44 % verfügten.
Seit der Einführung der Wasserkraft-Konzessionspolitik im Jahr 2007 ist die installierte private Kapazität schrittweise gestiegen, wobei große Investitionen wie die von Statkraft in Devoll, die Türken von Ayen Energji in der Fan-Kaskade und die Österreicher von Verbund in der Ashta-Konzession den größten Einfluss hatten.
In den letzten Jahren haben die Verabschiedung gesetzlicher Rahmenbedingungen für Photovoltaik und aktive Maßnahmen zur Ressourcendiversifizierung die Abhängigkeit des Landes von Wasserkraft verringert. Einige Projekte mit erheblicher Kapazität haben bereits die Produktion aufgenommen, während sich der Rest in der bürokratischen oder Bauphase befindet.
Trotz der Strategie von KESH, die Kapazität zu erhöhen und die Ressourcen zu diversifizieren, wird erwartet, dass private Investitionen ihre Dominanz im Energiesektor weiter ausbauen./ Entnommen von Monitor.al
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