Die Nordischen Länder entschieden sich im März für Albanien. Der Krieg gibt die ersten Signale, Dänemark verzeichnet das höchste Wachstum

Die Nordischen Länder entschieden sich im März für Albanien. Der Krieg gibt die ersten Signale, Dänemark verzeichnet das höchste Wachstum


Nach einem schwachen Jahresauftakt verzeichnete die Zahl der Ankünfte ausländischer Staatsangehöriger in Albanien im März wieder ein starkes Wachstum. Laut INSTAT reisten im März 609.363 ausländische Staatsbürger ein, was einem Anstieg von 10,8 % gegenüber März 2025 entspricht.

Den größten Beitrag zum Anstieg des Zustroms leistete erneut das Kosovo, das vor mehr als einem Jahr rund 31.000 Einreisen hinzufügte und damit weiterhin der dominierende Faktor bei der Ausweitung der Gesamteinreisezahlen blieb. Auch die großen westlichen Märkte verzeichneten starke Zuwächse: Italien, Deutschland, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten verzeichneten einen deutlichen Anstieg der Zuflüsse, während Kanada sogar noch schneller wuchs.

Eines der Elemente, die die Entwicklung des Tourismus in diesem Jahr voraussichtlich beeinflussen werden, hängt auch mit den geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten zusammen. Die zunehmende Unsicherheit in den Konfliktgebieten hat einige Besucher, insbesondere Europäer, dazu veranlasst, ihre Reisepläne zu überdenken und nach neuen Alternativen in der Region zu suchen.

In den Zahlen vom März erscheinen die Auswirkungen dieser Entwicklung gemischt. Einerseits verzeichneten einige Märkte mit direktem Bezug zur Konfliktregion Rückgänge. Israel ging um etwa 13 % zurück, Saudi-Arabien um über 30 %, was auf eine Abschwächung der Nachfrage aus diesen Ländern zurückzuführen ist.

Zu den ungewöhnlichsten Entwicklungen zählt hingegen das sehr starke Wachstum einiger nordischer Länder. Dänemark verzeichnete einen bemerkenswerten Anstieg, mehr als achtmal mehr als vor einem Jahr, während auch Norwegen, Schweden und mehrere andere nordeuropäische Länder starke Zuwächse verzeichneten. Diese Entwicklung deutet auf eine steigende Nachfrage aus Märkten hin, die traditionell nicht zu den Hauptbesucherquellen zählen.

Auch aus Spanien, Österreich und Bosnien-Herzegowina nahmen die Ströme deutlich zu, während auch aus kleineren Ländern wie Luxemburg, Litauen, Lettland und Irland schnelle Expansionsraten zu verzeichnen waren. Außerhalb Europas verzeichneten auch Australien, Brasilien, Indien und Ägypten ein starkes Wachstum, was zeigt, dass es neben den traditionellen Märkten auch Anzeichen für ein allmählich wachsendes Interesse von weiter entfernten Zielen gibt./Scan

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