Der Immobilienvermietungsmarkt im Land wächst rasant, da sich immer mehr Menschen dafür entscheiden, ihre Häuser sowohl für kurze als auch für längere Zeiträume zu vermieten.
Offizielle Daten zeigen, dass die Einnahmen aus der Mietsteuer gestiegen sind und im Jahr 2025 5,8 Milliarden ALL erreichen, verglichen mit 5,3 Milliarden ALL vor einem Jahr.
Dies entspricht einer Steigerung von 8,5 %. Im gleichen Sinne ist auch die Steuerbemessungsgrundlage gestiegen, die 38,6 Milliarden ALL erreichte, rund 3 Milliarden ALL mehr im Vergleich zu 2024. Dies zeigt nicht nur einen Anstieg der Zahl der deklarierten Verträge, sondern auch einen Anstieg der Mieten und eine Aktualisierung der Referenzwerte.
Auf Mieteinnahmen wird eine Steuer in Höhe von 15 % erhoben und einbehalten. Das Verfahren variiert je nach Vertragspartei: Wenn eine Einzelperson eine Immobilie an ein Unternehmen vermietet, ist es der Pächter, der die Steuer einbehält und abführt. Wird die Immobilie hingegen an eine andere Person vermietet, liegt die Melde- und Zahlungspflicht beim Eigentümer. In der Praxis hängt dies häufig mit der Formalisierung des Vertrags und seiner Registrierung bei den zuständigen Institutionen zusammen.
Steigende Immobilienpreise, insbesondere in Stadt- und Küstengebieten, haben viele Menschen dazu gezwungen, Kaufoptionen aufzugeben und stattdessen Mietobjekte zu kaufen. Dadurch ist die Nachfrage deutlich gestiegen, was zu einem Druck auf die Preise geführt hat.
Ein erheblicher Teil der Wohnungen hat sich von der Langzeitmiete auf die Tagesmiete für Touristen verlagert. Die Zahl der Wohnungen zur Kurzzeitmiete ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen und liegt im Jahr 2025 bei über 26.000 Einheiten, verglichen mit etwa 21.000 vor einem Jahr und nur etwa 6.000 Anfang 2021.
Der Umsatz dieser Einheiten erreichte im Jahr 2025 rund 134 Millionen Euro und markierte damit ein Rekordniveau und eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr.
Diese Ausrichtung auf Tagesmieten hat das Angebot an Wohnungen für Langzeitmieten reduziert, insbesondere in der Hauptstadt und in touristischen Gebieten während der Sommersaison. Dadurch sind die monatlichen Preise deutlich gestiegen. Derzeit beginnen die niedrigsten Mieten in den Vororten bei 250 bis 300 Euro, während sie in den zentraleren Gebieten zwischen 500 und 1000 Euro pro Monat liegen. Bei Villen können die Kosten zwischen 300 und 5.000 Euro pro Monat liegen.
Das anhaltende Bevölkerungswachstum in städtischen Gebieten aufgrund von Beschäftigung und Bildung sorgt dafür, dass die Nachfrage trotz zusätzlicher Neubauten hoch bleibt.
Während diese Situation für Vermieter und den Staatshaushalt zu höheren Einnahmen führt, stellt sie für Mieter, insbesondere junge Menschen und junge Familien, eine immer größere finanzielle Belastung dar, die Mieten oft unerschwinglich macht./Vom Monitor übernommen
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