Es wird mehr Geld aus Steuern eingenommen als von Institutionen ausgegeben wird. Aus dem Bericht des Finanzministeriums geht hervor, dass der Haushalt aufgrund höherer Einnahmen als Ausgaben im ersten Halbjahr dieses Jahres mit einem Überschuss von 563 Millionen Euro abschloss.
Insgesamt hat die Staatskasse im ersten Halbjahr 410,6 Milliarden ALL oder rund 4,3 Milliarden Euro eingesammelt, was einer Steigerung von 12,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht und sogar den Plan des Finanzministeriums für diesen Zeitraum um fast 207 Millionen Euro übersteigt.
Die Mehrwertsteuer und die Einkommensteuer verzeichneten in diesem Halbjahr die beste Leistung. Genauer gesagt wurden 120,7 Milliarden ALL aus der Mehrwertsteuer eingenommen, was einem Anstieg von 10,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, beeinflusst durch den Preisanstieg, aber auch durch den Anstieg des Konsums.
Während die Steuer auf das persönliche Einkommen 47,5 Milliarden ALL beträgt, oder 16,6 % mehr als im ersten Halbjahr des letzten Jahres. Eine Rolle bei diesem Wachstum spielten nicht nur die Lohnerhöhungen sowohl im staatlichen als auch im privaten Sektor, sondern auch die Formalisierung des Marktes bzw. die Vollendung von DIVA und die Begleichung der daraus resultierenden Verpflichtungen.
Bei den Ausgaben bleibt das alte Problem bestehen, da viel Geld eingenommen, aber nicht im gleichen Umfang ausgegeben wird. Es gibt 102 Millionen Euro an geplanten und nicht realisierten Ausgaben. Bis Ende Juni wurden nach Angaben des Finanzministeriums 3,8 Milliarden Euro ausgegeben, geplant waren etwas mehr als 3,9 Milliarden Euro.
Den Daten des Ministeriums zufolge gab es in diesem 6-Monats-Zeitraum Probleme mit den laufenden Ausgaben, die 321 Milliarden ALL erreichten, also 10,8 Milliarden weniger als geplant. In dieser Zeit wurde weniger Geld für Gehälter und Versicherungen der Verwaltung ausgegeben, der Plan für die Schuldenzinsen wurde nicht umgesetzt und auch der von der Kommunalverwaltung geplante Betrag wurde nicht ausgegeben. Unterdessen beliefen sich die Investitionsausgaben in den sechs Monaten auf 36,7 Milliarden ALL oder 10,2 % mehr als im Vorjahr.
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