Die albanische Wirtschaft setzt ihren Wachstumstrend fort, der vom privaten Konsum und einer guten Touristensaison getragen wird.
Im Jahr 2025 wird erwartet, dass die albanische Wirtschaft um 3,8 Prozent wachsen wird. Die Prognosen wurden im letzten Bericht der Europäischen Kommission veröffentlicht, in dem die EU-Mitgliedstaaten, die der Eurozone und die Kandidatenländer untersucht wurden.
Prognosen der Europäischen Kommission zufolge dürfte die Inflation nach einem raschen Rückgang im Jahr 2024 im nächsten Jahr allmählich wieder zum Ziel der Zentralbank von 3 % zurückkehren.
„Die albanische Wirtschaft setzte ihren starken Wachstumstrend im ersten Halbjahr 2024 fort, wobei das reale Bruttoinlandsproduktwachstum auf 4,1 % stieg. Der private Konsum verzeichnete ein hohes Wachstum (4,4 % im ersten Quartal, gefolgt von 6 % im zweiten), unterstützt durch steigende Reallöhne, starkes Kreditwachstum und akkommodierende Finanzierungsbedingungen“, heißt es in dem Bericht.
Die Investitionen stiegen schneller als im Jahr 2023 und dürften sich in der zweiten Jahreshälfte aufgrund erhöhter öffentlicher Investitionen beschleunigen.
Der Tourismusboom trieb die Exporte von Dienstleistungen voran, während die Exporte von Gütern aufgrund des Rückgangs der Nachfrage aus der Eurozone, des Rückgangs der Rohstoffpreise auf den internationalen Märkten und der Stärkung des Wechselkurses des Lek weiter schrumpften.
Die Europäische Kommission berichtet, dass „die Beschäftigung im Jahr 2023 gestiegen ist und in den Jahren 2024 bis 2026 voraussichtlich weiter zunehmen wird, wenn auch in moderaterem Tempo.“ Es wird erwartet, dass die Arbeitslosenquote weiter sinken wird. Trotz Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt bleibt die Einwanderung ein Problem.
Die Inflation hat sich in den letzten 12 Monaten auf 1,9 % im September 2024 mehr als halbiert.
Den Experten der Europäischen Kommission zufolge „verbesserte sich die Haushaltslage Albaniens im Jahr 2023, wobei das Staatsdefizit auf 1,3 % des BIP sank.“ In den ersten neun Monaten des Jahres 2024 stiegen die Einnahmen im Jahresvergleich entsprechend der Budgetplanung um rund 10 %.“
/ar
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