Die Militärparade am 9. Mai in Russland wird dieses Jahr voraussichtlich zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten ohne Panzer und Raketensysteme stattfinden. Die russischen Behörden haben die Sicherheitsmaßnahmen deutlich erhöht, zudem sind auch Einschränkungen bei der Kommunikation zu erwarten, darunter mögliche Störungen bei SMS-Diensten.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ließ die Möglichkeit offen, dass an diesem Tag ukrainische Drohnen in Richtung Moskau geschickt werden könnten. Auf einem internationalen Gipfel sagte er, dass Russland bei der Parade keine militärische Ausrüstung zur Schau stellen werde und dass dies mit der Angst vor möglichen Luftangriffen zusammenhänge.
„Das zeigt viel. Sie haben Angst, dass Drohnen über den Roten Platz fliegen könnten“, sagte Selenskyj. Er fügte hinzu, dass diese Situation die gegenwärtige Schwäche Russlands zeige.
Die Entscheidung, keine schweren Militärfahrzeuge an der Parade teilzunehmen, steht im Zusammenhang mit dem erhöhten Sicherheitsrisiko, vier Jahre nach Beginn des Krieges in der Ukraine.
Unterdessen hat die Ukraine ihren Einsatz von Drohnen intensiviert, um Ziele tief im russischen Territorium anzugreifen. Zuletzt wurden Angriffe auf Energieinfrastruktur in der Schwarzmeerregion sowie ein Angriff in der Nähe von Moskau ohne Verluste gemeldet.
Andererseits hat der russische Präsident Wladimir Putin einen eintägigen Waffenstillstand am 9. Mai vorgeschlagen, der jedoch von Kiew abgelehnt wurde, das eine längere Einstellung der Feindseligkeiten wünscht.
Am Vorabend der Parade haben die russischen Behörden in Moskau zusätzliche Luftverteidigungssysteme stationiert. Außerdem wurden Beschränkungen für Mobilfunknetze und Satellitenkommunikation verhängt, während Medien berichten, dass SMS-Dienste vom 5. bis 9. Mai unterbrochen sein könnten.
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