Die Grundsteuer wird sich radikal ändern. Je teurer die Immobilie und je näher sie an städtischen Zentren liegt, desto mehr Steuern muss der Eigentümer zahlen.
Die Regierung hat einen neuen Gesetzentwurf zur Vernehmlassung vorgelegt, der darauf abzielt, die Grundsteuer an den tatsächlichen Marktwert zu koppeln.
Nach der Argumentation des Finanzministeriums schaffe das derzeitige System Ungerechtigkeit, da Immobilien mit ähnlicher Fläche nahezu die gleiche Steuer zahlen, auch wenn ihr Marktwert sehr unterschiedlich sei.
Ziel der Reform ist es, dass die Steuerlast den Wert der Immobilie und die Zahlungsfähigkeit des Eigentümers besser widerspiegelt.
„Diese Angleichung an den Marktwert ist zu beglückwünschen, da sie die aktuellen Preise hervorhebt. Da sie bisher anhand der Grundstücksfläche berechnet wurden. Dadurch entsteht ein gerechteres System“, sagte Reinaldo Pipiria – NAREA-Verband.
Abgesehen davon, dass die Besteuerung auf dem Marktwert der Immobilie basiert, ändert sich auch die Gebühr von derzeit 0,05 % auf 0,1 % bis 0,2 % ihres Wertes.
Durch diesen Gesetzesentwurf wird das Land in 7 Zonen eingeteilt, die zur Senkung der Steuer für die erste Wohnung dienen sollen. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass die Erstwohnung innerhalb der für jede Gemeinde festgelegten Grenzen bis zu 50 % des steuerfreien Wertes erhält.
Das bedeutet, dass für die Mehrheit der Haushalte die Steuererhöhung abgemildert werden soll. Mittlerweile wird diese Bevorzugung nicht auf Zweit-, Drittwohnungen oder Immobilien angewendet, die als Kapitalanlage gehalten werden, wodurch die größere Belastung auf diejenigen verlagert wird, die über mehr Vermögen verfügen.
„Es beinhaltete Ausnahmen für die erste Wohnung mit einer Differenzierung von der Hauptstadt zu den Vororten. 11 Mal hätte die Differenz anders ausfallen können, 50 % sind ausgeschlossen. Unterschiedliche Immobilien werden in verschiedenen Städten unterschiedlich bewertet und man kann Immobilien wie an der Küste haben, die mehr wert sind als Tirana, und man hat weniger ausgeschlossen und das Leben der Bewohner in Touristengebieten ist schwieriger.“
Laut den Leitern des Immobilienverbands des Landes weist dieser Gesetzentwurf jedoch einige Konflikte mit EU-Kapiteln auf./tch
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