Der syrische Präsident Ahmad al-Sharaa und der französische Präsident Emmanuel Macron gaben bekannt, dass sie sich auf die Wiederernennung von Botschaftern in ihren jeweiligen Ländern geeinigt haben, was einen wichtigen Schritt bei der Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen nach mehr als zehn Jahren darstellt.
Die Ankündigung erfolgte während einer gemeinsamen Pressekonferenz in Damaskus im Rahmen des historischen Besuchs des französischen Präsidenten in Syrien. In seiner Erklärung bezeichnete al-Sharaa das Treffen als einen „historischen Moment“ in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
Frankreich schloss seine Botschaft in Syrien 2012 auf dem Höhepunkt des Bürgerkriegs, eröffnete sie jedoch Anfang 2025 symbolisch wieder. Macrons Besuch ist der erste eines französischen Präsidenten in Syrien seit fast zwei Jahrzehnten und gilt als wichtiges Signal der diplomatischen Annäherung an die neuen syrischen Behörden.
Abgesehen von den positiven Entwicklungen in den diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern fand Macons Besuch jedoch auch im Schatten eines schwerwiegenden Sicherheitsvorfalls statt. Nach Angaben des syrischen Innenministeriums erschütterten in diesem Jahr zwei Explosionen die syrische Hauptstadt Damaskus, wobei mindestens 18 Menschen verletzt wurden.
Es war der zweite Angriff in Damaskus innerhalb einer Woche und stellt eine Herausforderung für die Regierung von Präsident Ahmad al-Sharaa dar, die versucht, die Kontrolle über das Land zu festigen, nachdem Rebellengruppen Ende 2024 das Regime von Baschar al-Assad gestürzt haben.
Obwohl die neuen Behörden in verschiedenen Teilen des Landes gelegentlich mit Gewaltausbrüchen konfrontiert waren, blieb Damaskus in den letzten Monaten weitgehend ruhig.
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