EUROPOL liefert Waffen an kriminelle Organisationen in Europa und zerstört das türkische Schmuggelnetzwerk

EUROPOL liefert Waffen an kriminelle Organisationen in Europa und zerstört das türkische Schmuggelnetzwerk


Französische Behörden haben mit Hilfe von Europol und der Schweizer Bundespolizei (Fedpol) ein kriminelles Netzwerk zerschlagen, das im Verdacht steht, gefälschte und umgebaute Schusswaffen aus der Türkei in Länder der Europäischen Union zu schmuggeln.

Die Operation fand zwischen dem 8. und 11. Juni 2026 statt und führte zur Festnahme von zehn Verdächtigen, während sieben Luxusimmobilien in Südfrankreich durchsucht wurden.

Der Fall begann im Juni 2025, als die Behörden zwei gefälschte Pistolen entdeckten, die in einem Luxusauto versteckt waren, das von der Schweiz nach Frankreich reiste. Die Ermittlungen ergaben dann ein organisiertes Netzwerk, das hauptsächlich aus türkischen Staatsangehörigen bestand und von einem Verdächtigen türkisch-deutscher Herkunft angeführt wurde.

Die Einsätze wurden in den Städten Fréjus, Cannes, Nizza und Marseille durchgeführt. Zusätzlich zu den zehn Festnahmen beschlagnahmten die Behörden Vermögenswerte im Gesamtwert von über 1,2 Millionen Euro.

Zu den beschlagnahmten Gegenständen gehören modifizierte und nachgeahmte Waffen, drei Luxusautos, teure Uhren, Schmuck, Designerkleidung, große Bargeldbeträge, gefälschte Dokumente, kleine Mengen Drogen, Mobiltelefone, Computer und etwa 30.000 Euro Bargeld.

Ermittler gehen davon aus, dass das Netzwerk erhebliche Gewinne durch die Lieferung von Waffen an kriminelle Gruppen in verschiedenen europäischen Ländern erzielte.

Der mutmaßliche Anführer der Organisation wurde in der Slowakei festgenommen und Anfang 2026 an die Türkei ausgeliefert. Die Behörden gehen jedoch davon aus, dass er das Netzwerk trotz seiner Inhaftierung weiterhin über in verschiedenen europäischen Ländern tätige Mitarbeiter leitete.

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