Der G7-Gipfel, der heute, am 17. Juni, zu Ende ging, stand im Zeichen der Diskussionen über die Ukraine, den Nahen Osten und die Rolle der USA in globalen Entwicklungen.
Am Ende der Treffen übermittelte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine klare Botschaft an die westlichen Verbündeten: Es ist wichtig, dass alles, was besprochen wurde, in die Tat umgesetzt wird.
US-Präsident Donald Trump stand während des Gipfels im Rampenlicht, als die europäischen Staats- und Regierungschefs versuchten, trotz früherer Meinungsverschiedenheiten ein Klima der Zusammenarbeit mit Washington aufrechtzuerhalten.
In dieser Atmosphäre erklärte Trump, dass nach dem Ende des Konflikts mit Iran die internationale Aufmerksamkeit auf den Krieg in der Ukraine gerichtet werden müsse.
Unterdessen bereiten sich die europäischen Länder auf eine aktivere Rolle im Nahen Osten vor. Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und die Niederlande haben ihre Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, sich im Anschluss an die Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran an Minenräumaktionen in der Straße von Hormus zu beteiligen.
Der gestrige Gipfeltag war hauptsächlich der Ukraine gewidmet. Selenskyj traf sich mit G7-Führern, darunter auch Trump, und forderte mehr militärische Unterstützung für sein Land.
Nach Angaben des Kieler Instituts haben die USA seit Februar 2025 keine neue Militärhilfe mehr an die Ukraine geschickt. Aus diesem Grund forderte Selenskyj nicht nur die Fortsetzung der Unterstützung, sondern auch die Möglichkeit, dass die Ukraine einen Teil der Patriot-Verteidigungssysteme selbst produzieren könne.
Der ukrainische Präsident warnte davor, dass Russland seine militärischen Fähigkeiten weiter ausbaue und etwa 60 ballistische Raketen pro Monat herstelle, während die Möglichkeiten des Westens, diese zu neutralisieren, begrenzt seien.
Ein weiteres zentrales Thema war der „Purl“-Fonds, der Mechanismus der NATO zur Finanzierung des Kaufs amerikanischer Waffen für die Ukraine. Bisher wurden rund 6 Milliarden Dollar eingesammelt, das Ziel für 2026 liegt bei 15 Milliarden Dollar.
Selenskyj forderte Länder, die noch keinen Beitrag zu diesem Fonds leisten, darunter Italien, auf, ihr Engagement zu erhöhen. Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto bestätigte jedoch, dass Rom weiterhin gegen eine Teilnahme an dem Programm sei.
Am Ende des Gipfels bekräftigte der ukrainische Staatschef, dass die Unterstützung für Kiew über politische Erklärungen hinausgehen müsse und forderte mehr Waffen, strengere Sanktionen gegen Russland und koordinierten diplomatischen Druck, um Moskau zurück an den Verhandlungstisch zu zwingen.
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