„Krise der Kraftstoffpreise, eine echte Gefahr für die Wirtschaft“, fordert das Unternehmen sofortiges Eingreifen staatlicher Institutionen

„Krise der Kraftstoffpreise, eine echte Gefahr für die Wirtschaft“, fordert das Unternehmen sofortiges Eingreifen staatlicher Institutionen


Das Gesamtalbanische Wirtschaftsforum/FEMSH verfolgt in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer von Tirana/CCIT, der Kosovar Business Alliance/AKB und repräsentativen Wirtschaftsverbänden in ganz Albanien mit großer Sorge und voller Verantwortung die neuesten Entwicklungen auf dem Kraftstoffmarkt und ihre direkten Auswirkungen auf die Wirtschaft und das tägliche Leben der Bürger.

Der anhaltende Anstieg der Kraftstoffpreise, beeinflusst durch die Entwicklungen auf den globalen Energiemärkten, geopolitische Spannungen im Nahen Osten und Unsicherheiten in den Lieferketten, setzt unsere Volkswirtschaften stark und nachhaltig unter Druck. Angesichts der hohen Abhängigkeit von Importen und einer sensiblen Wirtschaftsstruktur spiegelt sich diese Krise unmittelbar in allen Bereichen unserer Wirtschaftstätigkeit wider.

In enger Abstimmung mit der Wirtschaft, darunter Albanien, Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro und das Presheva-Tal, gehen wir davon aus, dass diese Situation immer ernstere Ausmaße annimmt und eine gemeinsame strukturelle Herausforderung für die Volkswirtschaften der Region darstellt, die sofortige und harmonisierte interinstitutionelle Aufmerksamkeit erfordert.

Kraftstoffe sind die unsichtbare Säule der Wirtschaft

Kraftstoff ist nicht nur eine Marktware. Es stellt eines der wichtigsten Elemente dar, die das normale Funktionieren der Wirtschaft gewährleisten. Von Verkehr und Landwirtschaft bis hin zu Industrie, Tourismus und Dienstleistungen ist jeder Sektor auf diesen strategischen Input angewiesen.

Der Anstieg seiner Preise führt zu einem sichtbaren und spürbaren Ketteneffekt:

• Anstieg der Produktions- und Servicekosten in allen Sektoren;

• Preiserhöhung für den Endverbraucher;

• Rückgang der Kaufkraft von Familien;

•Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen auf regionalen und internationalen Märkten.

Dieser Effekt spiegelt sich direkt in der Verringerung des Tempos der Wirtschaftstätigkeit, in der Zunahme der Unsicherheit und in der Verschiebung von Entscheidungen für neue Investitionen wider. In vielen Fällen sind Unternehmen gezwungen, ihre strategischen Pläne zu überarbeiten, während einige Branchen vor echten Überlebensschwierigkeiten stehen.

Eine Herausforderung, die eine Antwort und gemeinsame Verantwortung erfordert

In einem Wirtschaftsraum, der auf Integration und gemeinsame Entwicklung abzielt, führen Unterschiede bei den Kraftstoffpreisen und steuerlichen Belastungen zwischen den Ländern der Region zu gravierenden Wettbewerbsverzerrungen. Diese Unterschiede führen zu ungleichen Bedingungen für Unternehmen und erhöhen das Risiko einer Verlagerung der Wirtschaftstätigkeit auf günstigere Märkte.

In diesem Zusammenhang stellt die mangelnde Koordinierung der Wirtschafts- und Energiepolitik ein großes strukturelles Problem dar. Ohne einen gemeinsamen und harmonisierten Ansatz bleibt jede einzelne Intervention unzureichend.

Unsere Forderungen an Regierungen

Im Namen der Wirtschaft fordern wir sofortige, konkrete und messbare Maßnahmen zur Bewältigung dieser Situation:

1. Vorübergehende und flexible Überarbeitung der Steuerlast

Die aktuelle Preisstruktur beinhaltet eine hohe Steuerbelastung. Um den Markt zu stabilisieren, sind gezielte Eingriffe erforderlich, entsprechend der Praxis der Länder der Europäischen Union.

2. Vollständige Transparenz bei der Preisbildung

• regelmäßige Veröffentlichung der Preisstruktur;

• Klärung der Einflussfaktoren (Preise auf internationalen Märkten, Steuern, Verbrauchsteuern usw.).

3. Stärkung der Kontrolle und des fairen Wettbewerbs

•aktive Überwachung der Bediener;

• Untersuchung möglicher Missbrauchsfälle;

• Bekämpfung der Informalität.

4. Unterstützung für die am stärksten gefährdeten Sektoren

Verkehr, Landwirtschaft, verarbeitende Industrie, Dienstleistungen und Tourismus benötigen konkrete Lockerungsmaßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

5. Mittel- und langfristige Strukturmaßnahmen

• Schaffung strategischer Ölreserven;

• Diversifizierung der Energiequellen;

• Investitionen in alternative Energien und Energieeffizienz.

6. Institutionalisierter Dialog zwischen Regierung und Wirtschaft

Für die Gestaltung wirksamer und durchsetzbarer Richtlinien ist ein offener, regelmäßiger und funktionaler Dialog erforderlich.

In dieser Erklärung betonen wir Folgendes:

Wirtschaftsverbände fordern sofortiges und konkretes Handeln von Regierungen und relevanten Institutionen. Jede Verzögerung bei der Entscheidungsfindung wird direkte Kosten für die Wirtschaft und die Bürger haben.

Wir fordern dringende, messbare und überprüfbare Interventionen mit klaren Umsetzungsfristen.

Jede ausbleibende Reaktion in diesem kritischen Moment stellt eine direkte institutionelle Verantwortung für die Verschlechterung der Wirtschaftslage dar.

Die Verantwortung für die wirtschaftliche Stabilität liegt in der unmittelbaren Verantwortung staatlicher Institutionen. Unternehmen können und sollten diese Belastung nicht alleine bewältigen.

Wenn keine sofortigen Maßnahmen ergriffen werden:

• der Preisanstieg wird eskalieren;

• Investitionen werden zurückgehalten;

• Arbeitsplätze werden gefährdet;

• und die Wirtschaft wird mit schwerwiegenden und langfristigen Folgen konfrontiert sein.

Dies ist der entscheidende Moment zum Handeln. Jeder Tag Verspätung ist ein Kostenfaktor für die Wirtschaft. Jedes Zögern ist mit Kosten für die Bürger verbunden.

Daher fordern wir eine sofortige Reaktion auf unsere Anfragen, begleitet von Entscheidungsfindung und voller institutioneller Verantwortung.

Vertreter von Wirtschaftsverbänden:

1. Gesamtalbanisches Wirtschaftsforum (FEMSH);

2. Industrie- und Handelskammer Tirana;

3. Kosovarische Allianz der Unternehmen (AKB);

4. Verband der Bauherren;

5. Albanian Agribusiness Council (KASH);

6. Nationaler Verband für Personenverkehr Albaniens;

7. Albanischer Tourismusverband;

8. Verband der albanischen Lebensmittelindustrie;

9. Verband der Milchverarbeitenden Industrie;

10. Verband der Heilpflanzen;

11.PRO-Export Albanien;

12. Verband berufstätiger, geschäftlicher und handwerklicher Frauen.

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