Der ehemalige Außenminister und Politiker Paskal Milo, der an diesem Dienstag von Moderatorin Pranvera Borakaj auf Vizion Plus zu Quo Vadis eingeladen wurde, analysierte die 35-jährige Politik.
Auf die Frage des Moderators Borakaj, wie seine Beziehungen zu Sali Berisha seien, sagte er, dass sie gegensätzlicher Meinung seien, ihn aber aus der Distanz respektiere.
Auszüge aus dem Gespräch:
Boracay: Wie sehen Sie Sali Berisha?
Milo: Diese Frage wurde mir schon mehrfach gestellt.
Boracay: Hat sich Ihre Antwort geändert?
Milo: Nein, meine Antwort hat sich nicht geändert. Wer in der Politik das Gespür für einen objektiven Politiker hat, muss berücksichtigen, dass wir nicht uniformiert werden können, weil wir eine andere Bildung und Kultur haben. Im Allgemeinen werden Politiker in weise und einvernehmliche Politiker eingeteilt, aber es gibt auch Politiker, die brutal, laut und widersprüchlich sind, etwa Politiker mit zwei Gesichtern, eines für die öffentliche Meinung und das andere, das sie für einen engeren Kreis im Haus und in ihrem Kabinett behalten. Ich kenne Herrn Berisha schon lange genug, um eine politische Beziehung zu haben. Seit 1993 und bis vor Kurzem waren wir politische Gegner.
Boracay: War es immer nur eine politische Beziehung oder eine persönliche?
Milo: Nein, es war eine politische Distanzbeziehung aufgrund der Positionen, die wir hatten. In bestimmten Momenten haben wir uns vielleicht getroffen, Kaffee getrunken und uns unterhalten. Es kann vorkommen, dass wir zu einem Thema die gleiche Position vertreten. Aber im Allgemeinen gab es bei uns Differenzen, die auch auf die unterschiedlichen politischen Orientierungen zurückzuführen waren, die wir angenommen hatten, und die oft zu harten Konfrontationen geführt haben. Aber ich habe es mir nie erlaubt, die Grenze zwischen Kritik und Missbrauch, Vorwurf zu überschreiten. Auf keinen Fall. Sogar Sali Berisha selbst weiß das. Selbst als ich in der Position des Außenministers war, als ich jeden Tag Vorwürfe von der DP und von Sali Berisha bekam, habe ich nie versucht, innerhalb der politischen Grenzen zu antworten, ich habe es mir nicht erlaubt.
Boracay: Was ist Berishas größtes Problem in der albanischen Politik?
Boracay: Es erzeugt Konflikte. Es erzeugt mehr Konflikte, als dass es Verständnis findet.
Boracay: Worauf legen Sie Wert?
Milo: Der außergewöhnliche Wille und die politische Navigation auf albanischem Gebiet sind so außergewöhnlich.
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