Politiker in Deutschland reagieren nach der Ankündigung des Abzugs von 5.000 amerikanischen Soldaten

Politiker in Deutschland reagieren nach der Ankündigung des Abzugs von 5.000 amerikanischen Soldaten


Die Entscheidung des Pentagons, etwa 5.000 amerikanische Soldaten von Stützpunkten in Deutschland abzuziehen, hat in der deutschen politischen Szene unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen.

Verteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnete diese Entwicklung als „erwartet“ und betonte, Europa solle mehr Verantwortung für seine Sicherheit übernehmen.

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp, ​​sagte, die Entscheidung sei „ein Weckruf“, mahnte aber zur Ruhe und zur Vermeidung von Panik. Er kritisierte auch das Vorgehen der USA und erklärte, die NATO sei kein „Schnäppchen“ und die Sicherheitspartnerschaft könne nicht als Handelsabkommen behandelt werden.

Die außenpolitische Vertreterin der Grünen, Sarah Nanni, forderte dagegen eine koordinierte europäische Reaktion und sagte, die USA seien bei der Durchsetzung ihrer Interessen auch auf Europa angewiesen.

Sie kritisierte auch Bundeskanzler Friedrich Merz und sagte, dieser schwanke zwischen Annäherung und Distanzierung gegenüber dem amerikanischen Präsidenten.

Von der deutschen Linken erklärte Sören Pellmann, dass die ausländische Militärpräsenz auf deutschem Territorium den verfassungsmäßigen Grundsätzen des Friedens widerspreche und jeder Truppenabzug ein Schritt in die richtige Richtung sei.

Der stellvertretende Vorsitzende der AfD, Tino Chrupalla, sagte unterdessen, dass der Abzug der amerikanischen Truppen dem Programm der Partei entspreche und Deutschland und Europa in der Lage sein sollten, sich zu verteidigen.

Selbst der Verteidigungsexperte der gleichen Partei, Jan Nolte, bezeichnete diesen Schritt eher als symbolischen Schritt und sagte, dass er die Präventionsfähigkeit der NATO in Europa nicht beeinträchtige.

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