Neue Studie: Pflanzliche Ernährung senkt Demenzrisiko

Neue Studie: Pflanzliche Ernährung senkt Demenzrisiko


Eine neue Studie legt nahe, dass eine Ernährung, die reich an hochwertigen pflanzlichen Lebensmitteln wie Vollkornprodukten, Obst und Gemüse ist, dazu beitragen kann, das Risiko einer kognitiven Beeinträchtigung und Demenz zu verringern, selbst wenn dieses Essverhalten in den Fünfzigern oder Sechzigern beginnt.

Laut Hauptautor und Forscher Unhee Lim von der University of Hawaii „ist es nie zu spät, mit einer gesunden Ernährung zu beginnen, um das Risiko für Alzheimer und andere Formen von Demenz zu senken.“

Was hat die Studie ergeben?

An der in der Fachzeitschrift Neurology veröffentlichten Studie nahmen etwa 93.000 Menschen mit einem Durchschnittsalter von 59 Jahren teil. Die Ergebnisse zeigten Folgendes:

Menschen, die ihre Ernährung über 10 Jahre verbesserten, reduzierten ihr Demenzrisiko um 11 %

Diejenigen, die die ungesündesten pflanzlichen Lebensmittel (zugesetzter Zucker, raffiniertes Getreide) zu sich nahmen, hatten ein um 25 % höheres Demenzrisiko

Der Verzehr gesunder pflanzlicher Lebensmittel reduzierte das Risiko um etwa 7 %

Pflanzliche Ernährung: Nicht alle Entscheidungen sind gut

Nicht jede „pflanzliche“ Ernährung ist automatisch gesund. Forscher unterscheiden zwischen:

Gesunde pflanzliche Lebensmittel:

Vollkornprodukte

Obst und Gemüse

Hülsenfrüchte und Nüsse

Pflanzenöle

Tee und Kaffee

Ungesunde pflanzliche Lebensmittel:

Raffiniertes Getreide (z. B. Weißbrot, normale Nudeln)

Fruchtsäfte mit Zucker

Frittierte Lebensmittel wie Kartoffeln

Hochverarbeitete Produkte

Letzteres kann den Blutzuckerspiegel erhöhen und die Gesundheit des Gehirns schädigen.

Umfassendere gesundheitliche Vorteile

Neben den Auswirkungen auf das Gehirn ist eine gesunde pflanzliche Ernährung auch mit Folgendem verbunden:

Bis zu 68 % geringeres Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Senkung von Bluthochdruck und Cholesterin

Bessere Kontrolle des Körpergewichts

Längere Lebensdauer

Laut Experten trägt diese Art von Lebensmitteln nicht nur zur Gesundheit des Einzelnen, sondern auch zur Umwelt bei, indem sie die Umweltverschmutzung und den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren.

Die Hauptbotschaft

Die Forscher betonen, dass der Schlüssel nicht nur darin liegt, sich pflanzlich zu ernähren, sondern auch in der Auswahl der richtigen Lebensmittelqualität.

„Es reicht nicht aus, pflanzliche Lebensmittel zu sich zu nehmen, man muss darauf achten, dass sie gesund sind“, betonen die Autoren.

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