Mit der Abwertung des Euro als Hauptfaktor kommen Lebensmittel aus dem Ausland nach Albanien weiterhin günstiger. Nach Angaben des Instituts für Statistik war der Wert von Lebensmitteln im dritten Monat dieses Jahres um 1,42 % günstiger als im Vorquartal. Der Rückgang spiegelt sich jedoch nicht bei den Bürgern wider, da die Inflationsrate auf monatlicher Basis für den Zeitraum Juli-September für die Lebensmittelgruppe 1,5 % betrug.
„Wir können sagen, dass hier eine Manipulation bzw. eine Erhöhung der Profitrate durch Händler auf Kosten der albanischen Verbraucher vorliegt, da sich die Lebensmittelpreise in Albanien den Preisen für Lebensmittelprodukte in Europa angenähert haben oder diesen entsprechen, und das ist angesichts der Einkommen der Albaner ein sehr großes Handicap“, sagt Agrarexperte Gjok Vuksani.
Laut INSTAT ist die Menge der nach Albanien importierten Agrarprodukte dreimal höher als die Menge, die das Land in ausländische Märkte exportiert, was die Abhängigkeit der albanischen Bürger von ausländischen Lieferungen unterstreicht.
„Wir sind fast wieder bei einem Verhältnis von 3/1 vor 10 Jahren. Das liegt vor allem an der durch den Tourismus beeinträchtigten Nachfrage und der fehlenden Entschädigung für albanische Produkte „Made in Albania“. Die Landwirtschaft reagiert also nicht auf die Nachfrage, weshalb der Blick von den Importen abgewandt wird“, sagt Herr Vuksani.
Um den Preisanstieg der inländischen Produktion zu stoppen und die albanischen Exporte zu fördern, hat die Regierung in das Steuerpaket die Erstattung von 10 % der Rechnung aufgenommen, die die Landwirte an die Sammler oder Verarbeiter übergeben. /vision plus/
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