Bis 2030 werden etwa 20 % der Straßen in Albanien mautpflichtig sein – JavaNews.al

Bis 2030 werden etwa 20 % der Straßen in Albanien mautpflichtig sein – JavaNews.al


Die albanische Regierung beabsichtigt, bis 2030 im Rahmen der Maßnahmen der sektoralen Verkehrsstrategie und des Aktionsplans bis 2030 etwa 20 % des Straßennetzes in elektronische Gebührensysteme einzubeziehen.

Das Dokument legt unter anderem den Schwerpunkt auf den Ausbau intelligenter Verkehrssysteme (ITS) im gesamten TEN-T-Netz, einschließlich Echtzeit-Verkehrsmanagement, Anlagenüberwachung und Bereitstellung von Informationen für Reisende. Ein wichtiger Baustein dabei ist die Entwicklung des digitalen Ticketings im Überlandverkehr und nachhaltiger elektronischer Ladesysteme (E-Maut).

In diesem Zusammenhang sieht die Strategie die Vorbereitung des rechtlichen und technischen Rahmens für digitale Straßenbenutzungsgebühren im Einklang mit europäischen Standards wie der Eurovignettenrichtlinie und dem Europäischen elektronischen Straßenbenutzungsdienst (EETS) vor. Die Pilotierung der E-Maut wird nach dem Aufbau der entsprechenden Infrastruktur in den Segmenten mit höherem Verkehrsaufkommen des TEN-V-Netzes beginnen.

Die Regierung plant die Schaffung eines Sonderfonds, der aus Zahlungen und Stromgebühren für die Straßeninstandhaltung fließen soll.

„Die Schaffung eines speziellen Fonds für die Straßeninstandhaltung, der durch Nutzungsgebühren (Straßenbenutzungsgebühren, Ladegebühren für Elektrofahrzeuge) finanziert wird, in voller Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Eurovignettenrichtlinie und der Verordnung (EU) 2023/1804 über die Einrichtung der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe“, steht in der Strategie.

Derzeit sind einige Straßenabschnitte mautpflichtig, darunter Rruga e Kombit, die Thumane-Kashar-Achse und der Llogara-Tunnel, für die die Erhebung der Maut innerhalb der Sommersaison erwartet wird.

Zusätzlich zur Straßenbenutzungsgebühr sieht die Strategie auch die Einführung eines digitalen Ticketings im Intercity-Personenverkehr vor, mit dem Ziel einer umfassenderen Integration der Dienste und einer erhöhten Transparenz bei der Erhebung.

PPP und Konzessionen bleiben im Fokus

Gleichzeitig dürfte die Regierung auch in den kommenden Jahren an ihrem Pro-Public-Private-Partnership (PPP)-Ansatz und Zugeständnissen im Infrastruktursektor festhalten.

Die Strategie betrachtet diese Instrumente als ergänzende Instrumente zur Mobilisierung privater Investitionen und zur Beschleunigung der Umsetzung von Projekten, insbesondere im Straßenbau und der Entwicklung der Hauptinfrastruktur. Dem Dokument zufolge zielt das Modell darauf ab, die finanzielle Nachhaltigkeit zu verbessern, Verzögerungen zu reduzieren und gleichzeitig eine effizientere Nutzung öffentlicher Mittel zu gewährleisten.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch auf dem Intercity-Verkehr, wo die Förderung von ÖPP für den Betrieb, die Wartung und die Modernisierung von Terminals vorgesehen ist.

Die Entwicklungen erfolgen zu einer Zeit, in der neue branchenbezogene Unternehmen „geboren“ wurden. Eine davon ist die National Road Operation Authority (EKORR), die für die Verwaltung mautpflichtiger Straßen zuständig ist, einschließlich des Betriebs automatischer Schranken und der Verwaltung elektronischer Mautsysteme.

Mittlerweile ist dann das Unternehmen „Mob AI“ entstanden, das sich auf den Betrieb des öffentlichen Straßenverkehrs inklusive elektronischem Ticketing, Flottenmanagement und der Entwicklung digitaler Systeme zur Überwachung von Diensten konzentriert. /Monitor.al/

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