Ausländische Investitionen in der Region schaffen weniger Arbeitsplätze für das investierte Kapital

Ausländische Investitionen in der Region schaffen weniger Arbeitsplätze für das investierte Kapital


Ausländische Investitionen im Westbalkan werden immer kapitalintensiver, während für jeden investierten Betrag weniger Arbeitsplätze geschaffen werden als zuvor.

Die Weltbank stellte in ihrem jüngsten Regionalbericht fest, dass die ausländischen Direktinvestitionen pro Arbeitsplatz in den meisten Ländern der Region im Zeitraum 2021–2025 im Vergleich zu 2016–2020 gestiegen sind. Der Indikator misst das Verhältnis zwischen dem Wert der Investition und der Anzahl der geschaffenen Arbeitsplätze. Sein Anstieg bedeutet, dass neue Projekte mehr Kapital für jeden geschaffenen Arbeitsplatz erfordern, was eine Verlagerung hin zu größeren, kostspieligeren und weniger beschäftigungsintensiven Investitionen signalisiert.

Der für einen Arbeitsplatz nach der Pandemie investierte Betrag verzeichnete in Albanien mit über 300 % im Vergleich zum Zeitraum 2016–2020 den stärksten Zuwachs, während Serbien mit rund 190 % an zweiter Stelle lag. Montenegro und Nordmazedonien verzeichneten moderatere Zuwächse im Bereich von etwa 80–90 %.

In Bosnien und Herzegowina blieben die Investitionsausgaben pro Arbeitsplatz nahezu unverändert, was darauf hindeutet, dass sich die Struktur der Investitionsprojekte im Vergleich zur Vorperiode nicht wesentlich verändert hat. Der Kosovo zeigte eine andere Leistung, da im Zeitraum 2021-2025 die ausländischen Investitionen für einen Arbeitsplatz zurückgingen.

Der Umfang der Investitionsprojekte nahm in den meisten westlichen Balkanländern zwischen 2010 und 2025 zu, mit Ausnahme von Bosnien und Herzegowina und Montenegro.

Der Anstieg wurde in Albanien nach 2020 deutlicher sichtbar, während er in Nordmazedonien und im Kosovo bereits seit 2018 begann. In absoluten Zahlen wurden die größten Projekte in Montenegro registriert, gefolgt von Serbien.

Dieser Trend zeigt, dass ausländische Investitionen stärker in Projekte fließen, die große Summen für Gebäude, Ausrüstung, Technologie und Infrastruktur erfordern, aber nicht viele Arbeitsplätze schaffen. Folglich wächst das investierte Kapital schneller als die dadurch geschaffene Beschäftigung.

Auch höhere Investitionsausgaben pro Arbeitsplatz können positive Auswirkungen haben, wenn sie mit fortschrittlicherer Technologie, Automatisierung und erhöhter Produktivität einhergehen. Im Fall der Balkanländer beweist der Indikator jedoch nicht, dass die Projekte produktiver sind oder mehr hochwertige Arbeitsplätze schaffen.

Investitionen im Energiesektor, insbesondere in Photovoltaikparks, Energieerzeugung oder Immobilien, generieren zwar Kapital, aber keine Arbeitsplätze. Monitor.al

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