Der Gouverneur der Bank von Albanien, Gent Sejko, berichtete am Freitag, dem 12. Juni, dem parlamentarischen Wirtschaftsausschuss über die Tätigkeit der Bank im Jahr 2025 und legte Daten vor, die die Ausweitung der Nutzung elektronischer Zahlungen im Land belegen.
Laut Sejko haben die Verbesserung des Regulierungsrahmens und die Integration in das europäische SEPA-System zu schnelleren, sichereren und deutlich kostengünstigeren Überweisungen für die Bürger geführt.
Allein in einem Quartal seit der Inbetriebnahme von SEPA wurden rund 166.000 Transaktionen mit einem Gesamtwert von 2,2 Milliarden Euro durchgeführt.
„Die Verbesserung des Regulierungsrahmens und die Operationalisierung von SEPA haben Finanztransfers schneller, sicherer und zu deutlich geringeren Kosten gemacht. Bankzahlungen verzeichneten einen jährlichen Anstieg von 22,7 % in der Anzahl und 18 % im Wert. Elektronische und digitale Zahlungen verzeichneten einen jährlichen Anstieg von 25,7 %, während die Operationalisierung von SEPA im Oktober rund 166.000 Transaktionen mit einem SEPA-Gesamtwert von 2,2 Milliarden Euro ermöglichte.“
Und das alles innerhalb eines Quartals. Diese Änderungen spiegeln die kontinuierlichen Investitionen wider, die wir in die Verbesserung der nationalen Zahlungsinfrastruktur und ihrer Verbindung mit europäischen Plattformen, die Verbesserung der Regulierungsbasis sowie die Verbesserung der Finanzbildung getätigt haben.“
Die Bank von Albanien berichtete außerdem, dass elektronische und digitale Zahlungen jährlich um etwa 26 % zugenommen haben, was nach Angaben der Institution eine deutliche Veränderung in der Art und Weise zeigt, wie Bürger ihre Finanzen verwalten.
Abschaffung oder deutliche Reduzierung der Provisionen für inländische Bankzahlungen, sowohl in Lek als auch in Euro. Beginn der Arbeiten an der TIPS-Klon-Echtzeit-Zahlungsplattform, die mit den Plattformen der Europäischen Union vereinheitlicht wird.
Nach Angaben des Gouverneurs sollen diese Maßnahmen die Digitalisierung der Wirtschaft beschleunigen und zur Reduzierung der Informalität beitragen.
„In diesem Zusammenhang möchte ich zwei wichtige Entwicklungen im Jahr 2025 hervorheben. Erstens die Einführung regulatorischer Maßnahmen zur Abschaffung oder erheblichen Reduzierung von Provisionen für inländische Bankzahlungen in Lek und Euro. Und zweitens der Beginn der Arbeiten zur Entwicklung einer modernen Echtzeit-Zahlungsplattform namens TIPS-Klon oder eines Klons des von der Europäischen Union verwendeten TIPS-Systems, vereinheitlicht mit der Plattform, die gerade von den Ländern der Europäischen Union verwendet wird, was der Nutzung elektronischer Zahlungen in der Europäischen Union einen weiteren Schub verleihen wird Land.
Diese Entwicklungen verändern die Art und Weise, wie Bürger und Unternehmen Finanzdienstleistungen nutzen, und fördern die zunehmende Formalisierung, die Ausweitung der finanziellen Inklusion und die Digitalisierung der albanischen Wirtschaft. Parallel zur Arbeit zur Förderung des elektronischen Zahlungsverkehrs garantierte die Bank von Albanien die Qualität und den sicheren Umlauf der Landeswährung und wahrte das Vertrauen der Öffentlichkeit in den Lek als Symbol der Währungs- und Finanzstabilität des Landes.“
Der Bericht betonte auch die Weiterentwicklung des europäischen Integrationsprozesses durch die Angleichung der Rechtsvorschriften und die Erfüllung der Verpflichtungen in verschiedenen Verhandlungskapiteln mit dem Ziel, die Verhandlungen innerhalb des Jahres 2027 abzuschließen.
„Gleichzeitig wurden im Rahmen der europäischen Integration erhebliche Fortschritte erzielt. Die weitere Angleichung des rechtlichen, regulatorischen und statistischen Rahmens an den Besitzstand und die Standards der Europäischen Union hat die institutionelle Konvergenz gestärkt und das albanische Finanzsystem näher an die europäische Architektur gebracht.“
Im Jahr 2025 arbeiten wir weiter daran, die von der Europäischen Kommission für jedes Kapitel vorgelegten Abschlussmeilensteine in Angriff zu nehmen, im Einklang mit dem Ziel, die Beitrittsverhandlungen innerhalb des Jahres 2027 abzuschließen.“
Neben positiven Indikatoren wie Wirtschaftswachstum, Inflationskontrolle und Devisenreserven auf Rekordniveau machte Sejko auch auf externe Risikofaktoren aufmerksam. Geopolitische Spannungen, Ölpreisschwankungen auf den internationalen Märkten und Veränderungen in der Handelspolitik wurden als Bedrohungen identifiziert, die höchste Wachsamkeit erfordern, um die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität des Landes aufrechtzuerhalten.
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