Xi Jinping empfängt Wladimir Putin in Peking mit einer Staatszeremonie, bei der es um strategische Zusammenarbeit und globale Kriege geht

Xi Jinping empfängt Wladimir Putin in Peking mit einer Staatszeremonie, bei der es um strategische Zusammenarbeit und globale Kriege geht


Der Präsident Chinas, Xi Jinping, empfing den russischen Präsidenten Wladimir Putin mit hohen staatlichen Ehren im Palast des Volkes in Peking im Rahmen des 24-stündigen Besuchs des russischen Staatschefs in China.

Beide Parteien wollen die strategische Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in einer Zeit hoher Spannungen auf der internationalen Bühne weiter vertiefen.

Zu Beginn der Gespräche sprach Xi Jinping von einer globalen Situation, die von „ständigen Unruhen und Transformationen“ geprägt sei, und kritisierte damit indirekt die amerikanische Außenpolitik.

„Hegemoniale und einseitige Verhaltensweisen geraten außer Kontrolle“, erklärte der chinesische Präsident und nutzte dabei Pekings übliche Rhetorik gegen den globalen Einfluss der USA.

Ihm zufolge sollten China und Russland die „gesamte strategische Koordination“ stärken.

Xi Jinping ging auch auf den Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran ein und betonte, dass eine möglichst schnelle Beendigung des Konflikts dazu beitragen würde, Erschütterungen auf den Energiemärkten, in den Lieferketten und im Welthandel zu reduzieren.

„Die vollständige Beendigung des Krieges kann nicht hinausgezögert werden. Die Wiederaufnahme der Kämpfe ist noch weniger wünschenswert, während die Fortsetzung der Verhandlungen weiterhin von wesentlicher Bedeutung ist“, erklärte der chinesische Staatschef.

Putins Besuch fällt in eine Zeit, in der Moskau und Peking die Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Diplomatie und Sicherheit deutlich verstärkt haben. Dies ist der 25. offizielle Besuch des russischen Präsidenten in China während seiner fast 25-jährigen politischen Dominanz in Russland.

Laut Analysten wird sich das Treffen der beiden Staats- und Regierungschefs voraussichtlich nicht nur auf den Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit konzentrieren, sondern auch auf Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, den Spannungen im Nahen Osten und dem jüngsten Besuch von Donald Trump in Peking.

Auch das Energieprojekt „Power of Siberia 2“ soll wieder auf den Diskussionstisch kommen, eine riesige Gaspipeline, die russische Gasreserven in Nordsibirien über die Mongolei mit China verbinden soll. Das Projekt gilt als lebenswichtig für Russland, das angesichts der nach dem Krieg in der Ukraine verhängten europäischen Sanktionen seine Kohlenwasserstoffexporte steigern will, obwohl seine Umsetzung nur langsam voranschreitet.



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