Ein großer Waldbrand, der am Donnerstag etwa 100 Kilometer nördlich von Madrid ausbrach, hat sich schnell ausgebreitet, mehr als 120.000 Hektar Land verbrannt und Hunderte Menschen zur Flucht aus ihren Häusern gezwungen, sagten örtliche Behörden.
Das Feuer, das die Region Guadalajara, insbesondere den Naturpark Sierra Norte, heimgesucht hat, hat bisher keine Todesopfer gefordert, die Situation wird jedoch von den Behörden der Region Kastilien-La Mancha weiterhin als schwierig eingestuft.
Rund 350 Feuerwehrleute und Soldaten der Military Emergency Unit (UME) sind vor Ort im Einsatz, unterstützt von 25 Flugzeugen, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen.
Das Feuer hat ein bergiges und bewaldetes Gebiet in Mitleidenschaft gezogen, das Lebensraum mehrerer gefährdeter Arten ist, darunter Adler, Wölfe und Schmetterlinge.
Der Brand in La Mierla (Guadalajara) betrifft bereits 5.400 Hektar und hat die Evakuierung von etwa 600 Menschen aus 12 Städten erzwungen https://t.co/CUq6E45Yv4 pic.twitter.com/O7ETKKsahp
— Europa Press (@europapress) 18. Juli 2026
Dieses Feuer kommt zu einem weiteren Großbrand in der Nähe von Saragossa im Nordosten Spaniens hinzu, der nach Angaben der Behörden etwa 160.000 Hektar verbrannt hat und noch nicht vollständig stabilisiert ist. Selbst von diesem Herd wurden keine Opfer gemeldet.
Spanien war kürzlich mit einem der tödlichsten Waldbrände seiner jüngeren Geschichte konfrontiert, nachdem am 9. Juli im Süden Andalusiens ein Feuer ausbrach, bei dem 13 Menschen ums Leben kamen und etwa 70.000 Hektar niederbrannten.
Der Waldbrand in der Region Cinco Villas in der spanischen Provinz Saragossa wurde aus der Luft beobachtet
Die Interventionsbemühungen der Teams werden in dem Gebiet, in dem das Feuer andauert, fortgesetzt. pic.twitter.com/cWgz7GtS5l
— Agentur Anadolu (@anadoluajansi) 18. Juli 2026
Spanien liegt an vorderster Front der Auswirkungen des Klimawandels und war in den letzten Jahren immer häufigeren und heftigeren Hitzewellen ausgesetzt, wobei die Temperaturen oft über 40 Grad Celsius lagen und günstige Bedingungen für verheerende Brände geschaffen haben.
Nach Angaben des Europäischen Waldbrandinformationssystems (EFFIS) wurden im Jahr 2025 in Spanien mehr als 3.930.000 Hektar verbrannt, die höchste Zahl in der jüngeren Geschichte des Landes. Seit Anfang dieses Jahres wurden etwa 820.000 Hektar durch Brände verbrannt.
/vizionplus.tv
Join The Discussion