Stellvertretender Ministerpräsident Koçiu: Justizreform und Überprüfung waren Eckpfeiler auf Albaniens europäischem Weg

Stellvertretender Ministerpräsident Koçiu: Justizreform und Überprüfung waren Eckpfeiler auf Albaniens europäischem Weg


Die stellvertretende Premierministerin Albana Koçiu war heute bei der Abschlusszeremonie des Prozesses der vorübergehenden Neubewertung von Richtern und Staatsanwälten anwesend und bezeichnete diesen Prozess als eine der tiefgreifendsten und transformativsten Reformen in der Geschichte des albanischen Staates.

Sie betonte, dass der vor fast einem Jahrzehnt begonnene Prozess darauf abzielte, das Vertrauen der Bürger in die Justiz durch die Kontrolle des Vermögens, der Integrität und der beruflichen Fähigkeiten von über 800 Richtern, Staatsanwälten und Rechtsberatern wiederherzustellen.

Heute schließt und beendet ein außergewöhnliches Kapitel der albanischen Staatsbildung einen der tiefgreifendsten, schwierigsten und transformativsten Prozesse, die unser Land jemals unternommen hat. Vor fast einem Jahrzehnt traf Albanien eine Entscheidung, die viele für unmöglich hielten: das Justizsystem selbst einer in unserer Verfassungsgeschichte beispiellosen Neubewertung zu unterziehen. Nur wenige Länder haben einen so umfassenden Prozess durchgeführt. Noch weniger hatten den Entschluss, es durchzuziehen. Dieser Prozess war nicht einfach. Aber der Preis der Untätigkeit wäre viel höher gewesen: die Fortsetzung eines Systems, das nicht das Vertrauen der Bürger genoss und das den europäischen Ambitionen Albaniens nicht gerecht werden konnte“, sagte Koçiu.

Für die albanische Regierung seien laut Koçi Reformen im Justiz- und Sicherheitsbereich Eckpfeiler auf Albaniens europäischem Weg gewesen.

Sie haben bewiesen, dass unser Land in der Lage ist, schwierige Reformen durchzuführen, sich mit tief verwurzelten Interessen auseinanderzusetzen und das öffentliche Interesse über alle anderen Interessen zu stellen. Aber das europäische Albanien besteht nicht nur aus Gesetzen, Institutionen oder Verhandlungskapiteln. Es entsteht, wenn der Bürger glaubt, dass das Gesetz für alle gleichermaßen gilt und dass sein Recht innerhalb einer angemessenen Zeit geschützt wird“, betonte Koçiu.

Sie bewertete unter anderem die Arbeit der Überprüfungsinstitutionen und betonte, dass die Justizreform nicht mit dem Abschluss dieses Prozesses endet.

Die Überprüfung war ein Instrument. Es war nicht das Ziel an sich. Ziel war und ist eine unabhängige, professionelle, unparteiische und verantwortungsvolle Justiz im Dienste des Bürgers. Jetzt beginnt der wichtigste Test: ob es dem System selbst gelingt, den durch den Neubewertungsprozess geschaffenen Standard aufrechtzuerhalten“, sagte Koçiu.

Am Ende ihrer Rede dankte die stellvertretende Premierministerin Albaniens allen internationalen Institutionen und Partnern, die zu dieser bedeutenden Reform für den albanischen Staat beigetragen haben.

Im Namen der albanischen Regierung drücke ich allen, die die Zuletzt dieses Prozesses getragen haben, meine Wertschätzung und meinen Dank aus. Für die Mitglieder und Verwaltungen der Independent Qualification Commission, der Institution of Public Commissioners und des Special Appeal Board; sowie für den Leiter der Sonderstaatsanwaltschaft und seine Vertreter, die in der Schlussphase die Aufgaben von Public Commissioners übernahmen. Der Dank gilt auch den Richtern und Staatsanwälten, die diesen Prozess durchlaufen haben. Für die im Amt bestätigten Berufsträger war die Neubeurteilung auch ein öffentlicher Test ihrer Integrität und Gerechtigkeitsfähigkeit. Besonderer Dank gilt der International Monitoring Operation, der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten von Amerika und anderen Partnern, die diesen Prozess mit Fachwissen, Überwachung und unerschütterlichem Glauben unterstützt haben.“, sagte Koçiu.

/vizionplus.tv

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