Bei einem Luftangriff auf einen lokalen Markt im Bundesstaat Yobe im Nordosten Nigerias während einer Militäroperation gegen die Extremistengruppe Boko Haram sind mindestens 200 Menschen getötet und viele weitere verletzt worden.
Lokalen Quellen zufolge ereignete sich der Angriff auf dem Jili-Markt im Fuchimiram-Gebiet der Kommunalverwaltung Geidam, nahe der Grenze zum benachbarten Bundesstaat Borno.
Ersten Berichten zufolge zielten die Luftangriffe auf Mitglieder von Boko Haram, die angeblich auf den Markt gegangen waren, um Steuern von Händlern einzutreiben und sich Vorräte zu sichern.
Die hohe Zahl ziviler Opfer gibt jedoch Anlass zu ernsthafter Besorgnis über die Folgen von Militäreinsätzen in besiedelten Gebieten, wo Zivilisten häufig auf tragische Weise in Zusammenstöße mit extremistischen Gruppen verwickelt sind.
Die nordöstliche Region Nigerias ist seit Jahren ein Brennpunkt des Konflikts mit Boko Haram, der Tausende Opfer forderte und Massenvertreibungen verursachte.
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