Trotz der Veränderungen, die die albanische Wirtschaft durchläuft, weisen die Geschlechterverhältnisse auf dem albanischen Arbeitsmarkt weiterhin starke Unterschiede zwischen Frauen und Männern auf. Die von INSTAT veröffentlichten Daten zeigen, dass die Gesamtbeschäftigungsquote im Land bei 58 Prozent liegt, während die Arbeitslosigkeit bei 8,4 Prozent liegt. Allerdings ist die Erwerbsbeteiligung von Frauen im Vergleich zu Männern weiterhin deutlich geringer.
Den Daten zufolge bleibt ein großer Teil der Frauen aufgrund der Belastung durch familiäre Betreuung und informeller Beschäftigung, insbesondere in ländlichen Gebieten, weiterhin außerhalb des aktiven Arbeitsmarktes.
In vielen Fällen leisten Frauen unbezahlte Familienarbeit, vor allem in der ländlichen Wirtschaft, was ihren wirtschaftlichen Beitrag nicht wirklich widerspiegelt.
Mittlerweile hat die Ausweitung des Dienstleistungssektors mehr Möglichkeiten für Frauen in den Städten geschaffen, allerdings oft in Saison- und schlechter bezahlten Jobs. Experten warnen, dass die geschlechtsspezifische Kluft auf dem Arbeitsmarkt ohne eine stärkere Sozial- und Wirtschaftspolitik weiterhin Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes haben wird.
INSTAT-Daten zeigen, dass der Wandel der albanischen Wirtschaft auch die Rolle der Frauen auf dem Arbeitsmarkt verändert, eine wirkliche Gleichstellung ist jedoch noch weit entfernt.
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